{"id":25175,"date":"2014-12-05T01:18:04","date_gmt":"2014-12-05T00:18:04","guid":{"rendered":"http:\/\/norkhosq.net\/?p=25175"},"modified":"2014-12-05T01:18:04","modified_gmt":"2014-12-05T00:18:04","slug":"eine-kaukasische-dreiecksbeziehung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/norkhosq.net\/?p=25175","title":{"rendered":"Eine kaukasische Dreiecksbeziehung"},"content":{"rendered":"<figure style=\"width: 241px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px; border: 0px none;\" src=\"http:\/\/www.zenithonline.de\/uploads\/pics\/armenien_energie_quer.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"241\" height=\"116\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Verlassene Tankstelle im armenischen Bergland: Kann das Kaukasus-Land zum Energiedrehkreuz aufsteigen?Foto:chm<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Hendrikje Alpermann<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Weil  sie regional isoliert sind, k\u00f6nnten sich Armenien und Iran im  Energiesektor zusammentun \u2013 und damit Russlands Einfluss reduzieren.  Doch Eriwan h\u00fctet sich vor neuen Abh\u00e4ngigkeiten \u2013 und die Partnerschaft  st\u00f6\u00dft an ganz andere Grenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Blumengestecke, Flaggen, Kopfnicken, Worth\u00fclsen \u2013 B\u00fchnenausstattung  und Dramaturgie der Begegnungen armenischer und iranischer  Wirtschaftsvertreter \u00e4hneln ihresgleichen rund um den Globus. Und doch  sind sie besonders aufwendig zu inszenieren, denn: Dem  Blitzlichtgewitter sollen die hinter den R\u00fccken fest gebundenen H\u00e4nde  entgehen. <!--more-->Lange und ausdr\u00fccklich demonstrieren die Vertreter beider  L\u00e4nder die enge Verbundenheit und ihre Kooperationsbereitschaft.  Mohammad Reisi, Irans Botschafter in Eriwan, sagte 2013, f\u00fcr  \u00bbfreundliche\u00ab Staaten wie Armenien sei der Preis f\u00fcr iranisches Gas  verhandelbar. Konkrete Absprachen f\u00fcr gemeinsame Projekte wie Pipelines  oder eine Freihandelszone sind am Ende aber die Ausnahme.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00bbDas Interesse an einer armenisch-iranischen Kooperation ist auf  iranischer Seite weitaus gr\u00f6\u00dfer als auf armenischer, da der  Handlungsspielraum Armeniens durch verschiedene Faktoren eingeschr\u00e4nkt  bleibt\u00ab, sagt Richard Giragosian, Direktor des Regional Studies Center  (RSC), einem der f\u00fchrenden Think Tanks Eriwans, gegen\u00fcber <em>zenith<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zu viele Faktoren und Entwicklungen sind es, die das bilaterale  Verh\u00e4ltnis in den vergangenen Monaten ma\u00dfgeblich bestimmen. Zu nennen  ist vor allem die Entspannung des iranisch-westlichen Verh\u00e4ltnisses seit  der Wahl Hassan Rohanis zum Pr\u00e4sidenten 2013 und zuletzt die  bedrohliche Lage im Irak, die Krise der russisch-westlichen Beziehungen  im Zuge des Konfliktes in der Ukraine und die erneute Zuspitzung des bis  dato eingefrorenen aserbaidschanisch-armenischen Krieges. Immer wieder  machte Iran dem kleinen Nachbarstaat verlockende Angebote wie eine  Freihandelszone. Pr\u00e4sident Rohani ist bereit, in Eriwan Gespr\u00e4che \u00fcber  die Ausweitung der wirtschaftlichen Kooperation zu f\u00fchren, doch Eriwan  z\u00f6gert und wartet auf die Kursansagen in Moskau.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">\u00bbGeteiltes Gef\u00fchl der Isolation\u00ab<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Ende April 2014 schlossen Iran und Russland einen Energie-Deal im  Wert von bis zu zehn Milliarden US-Dollar ab. Nachdem die beiden Staaten  bereits ein Abkommen zur Lieferung von iranischem \u00d6l im Wert von 20  Milliarden US-Dollar an Russland unterzeichnet hatten, will Russland nun  auch 500 Megawatt Strom an Iran liefern und neue Thermal- und  Wasserkraftwerke sowie ein \u00dcbertragungsnetzwerk bauen. Die beiden L\u00e4nder  intensivieren ihre Beziehungen \u2013 zum \u00c4rger des Westens, denn sie  umgehen so auch die immer noch gr\u00f6\u00dftenteils intakten Sanktionen.  Armenien k\u00f6nnte als Vasall und Vertrauter Russlands und als langj\u00e4hriger  Partner Irans davon profitieren, doch neben dem Westen hat auch  Russland was dagegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Armenien und Iran verbindet seit mehr als 20 Jahren eine enge  Partnerschaft, die von beiden Seiten vorwiegend aus pragmatischen  Gr\u00fcnden eingegangen wurde. \u00bbDie iranisch-armenische Beziehung basiert  auf einem geteilten Gef\u00fchl der Isolation\u00ab, meint Giragosian.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr Armenien ist es vor allem die Umgehung der wirtschaftlichen  Sanktionen von Aserbaidschan und der T\u00fcrkei infolge des  Berg-Karabach-Konflikts und die Verbindungsrolle zwischen Iran und  Russland, die es in die Partnerschaft trieb. Au\u00dferdem sieht Armenien in  dem Zugang zu iranischen Ressourcen, besonders Gas, die einzige  M\u00f6glichkeit einer partiellen Losl\u00f6sung aus der vollst\u00e4ndigen  Abh\u00e4ngigkeit von Russland. F\u00fcr Iran bedeutet die Partnerschaft Zugang zu  europ\u00e4ischen M\u00e4rkten, die Umgehung internationaler Sanktionen und  nat\u00fcrlich Machtausbau in der Region, um dem wachsenden Einfluss des  Westens, aber auch der T\u00fcrkei und Israels etwas entgegen setzen zu  k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Iraner besitzen angeblich zehn Prozent des armenischen Immobilienmarkts<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Armenien ist seit dem im Sommer 2014 wieder auflodernden Konflikt mit  Aserbaidschan um die Region Bergkarabach, der zu Beginn der 1990er  Jahre in einem zerm\u00fcrbenden Krieg gipfelte, geografisch und \u00f6konomisch  isoliert: Die Grenzen im Osten und S\u00fcdwesten zu Aserbaidschan \u2013  beziehungsweise zur Exklave Nachitschewan \u2013 sowie im Westen zur T\u00fcrkei  sind bis heute geschlossen. Iran nahm w\u00e4hrend des Krieges um die Region  Bergkarabach die Funktion eines Mediators ein und ist bis heute \u2013 wie  auch Russland \u2013 an einem eingefrorenen Konflikt interessiert. Weder ein  starkes Aserbaidschan, noch ein m\u00e4chtiges Armenien w\u00e4re f\u00fcr Iran von  Vorteil, denn eine L\u00f6sung des Konflikts h\u00e4tte gr\u00f6\u00dferen westlichen  Einfluss zur Folge.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Zuge des Karabach-Konfliktes entstanden zwei Achsen quer durch die  Region, die bis heute Bestand haben: Baku-Ankara-Tiflis-Washington und  Moskau-Eriwan-Teheran. Dass sich Iran nicht auf die Seite des  muslimischen Nachbarn Aserbaidschan stellte, h\u00e4ngt vor allem mit der  Angst vor aserbaidschanischem Irredentismus zusammen. Im Norden Irans  lebt ein Gro\u00dfteil der ethnischen Minderheit der iranischen  Aserbaidschaner, die 16 Prozent der Bev\u00f6lkerung ausmachen. Iran  f\u00fcrchtet, die Region k\u00f6nnte den Anschluss an Aserbaidschan  herbeiw\u00fcnschen und die territoriale Integrit\u00e4t gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die beiden L\u00e4nder bringt au\u00dferdem die armenische Minderheit in Iran  zusammen, die dort als gr\u00f6\u00dfte christliche Minderheit \u2013 bis zu 300.000  Armenier leben in Iran \u2013 unter dem Schutz des Staates steht. Auch auf  der anderen Seite der Grenze gibt es mittlerweile eine beachtliche Zahl  iranischer Staatsb\u00fcrger, darunter auch rund 1.500 iranische Studierende.  Insgesamt sollen Iraner einen Anteil von zehn Prozent am armenischen  Immobilienmarkt besitzen. Das christliche Land ist f\u00fcr viele Iraner  au\u00dferdem ein attraktives Reiseziel. Nicht selten sieht man Gruppen von  Iranern in den Bars von Eriwan, die die \u00bbFreiheiten\u00ab des christlichen  Landes genie\u00dfen und Artikel erwerben, die in Iran verboten sind. Dazu  geh\u00f6ren Luxusartikel ebenso wie Schokolade westlicher Firmen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">80 Prozent der Energieerzeugung Armeniens liegen in russischer Hand<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Zudem beherbergt Eriwan inzwischen zahlreiche iranische Gesch\u00e4fte,  Banken und Restaurants, wenn auch Teile der armenischen Bev\u00f6lkerung  lieber westliche Touristen in den Stra\u00dfen sehen w\u00fcrden \u2013 die Vorurteile  gegen\u00fcber Muslimen halten sich in der armenischen Gesellschaft  best\u00e4ndig. Die Partnerschaft mit Iran akzeptieren sie nur aufgrund  mangelnder Alternativen. Neben der Tourismusf\u00f6rderung betreiben Armenien  und Iran wohl bald eine gemeinsame Bahnstrecke, die 540 Kilometer lang  sein und 2,5 Milliarden US-Dollar kosten soll und ein Handelsvolumen  \u00fcber 300 Millionen US-Dollar j\u00e4hrlich generieren soll. Das wichtigste  Feld der Kooperation ist allerdings der Energiesektor.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Armenien ist abh\u00e4ngig von iranischem und russischem Gas und \u00d6l, denn  das Land selbst verf\u00fcgt kaum \u00fcber Rohstoffvorkommen. F\u00fcr Armenien ist  Russland der engste Partner in der Energiewirtschaft, gleichzeitig  braucht Eriwan Iran, um Druck auf Russland aus\u00fcben zu k\u00f6nnen. 80 Prozent  der Energieerzeugung Armeniens liegt in russischen H\u00e4nden, da das Land  in den vergangenen Jahren nach und nach Teile des Energiesektors als  Schuldenausgleich an Russland verkauft hat. Der Handlungsspielraum der  armenischen Vertreter ist dementsprechend sehr gering.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.zenithonline.de\/fileadmin\/img\/content\/wirtschaft\/full_article\/pipelines_kaukasus_karte.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"341\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Machtposition will Russland mit allen Mitteln verteidigen.  Giragosian zufolge wird die Regierung in Moskau alles tun, um eine  Intensivierung der armenisch-iranischen Beziehungen und eine  Wiederausfuhr von iranischem Gas durch Armenien zu verhindern. \u00bbDie  Entstehung einer Konkurrenz zu der \u00fcberw\u00e4ltigenden russischen Kontrolle  \u00fcber den armenischen Energiesektor wird Russland um jeden Preis  verhindern und die Abh\u00e4ngigkeit Armeniens von russischem Gas  aufrechterhalten\u00ab, so der Politologe aus Eriwan. Armenien, das in etwa  so gro\u00df ist wie Brandenburg, habe jedoch weder den Willen, noch eine  Strategie, Iran gegen Russland auszuspielen, so Giragosian.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dennoch, Iran nimmt eine Schl\u00fcsselrolle ein in Armeniens Versuchen,  seine Energieversorgung zu sichern. Nachbar Georgien k\u00f6nnte sich, sollte  sich der Konflikt in der Ukraine weiter zuspitzen, den EU-Sanktionen  gegen den russischen Energieriesen Gazprom anschlie\u00dfen und den Transport  russischen Gases nach Armenien behindern \u2013 ein Grund mehr, sich  mittelfristig aus der vollst\u00e4ndigen Abh\u00e4ngigkeit von Russland zu l\u00f6sen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Mehr als zw\u00f6lf Jahre zog sich der Bau der iranisch-armenischen  Pipeline hin \u2013 auf Moskaus Druck hin musste sie dann auch noch  verkleinert werden<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr Giragosian war\u00a0 der Bau der iranisch-armenischen Gas-Pipeline  2009 nach jahrelangen Verz\u00f6gerungen und stockenden Verhandlungen \u00bbdie  bedeutendste Errungenschaft in der Entwicklung des armenischen  Energiesektors\u00ab. Die Pipeline erstreckt sich \u00fcber 141 Kilometer, davon  verlaufen 41 Kilometer durch Armenien. Tats\u00e4chlich liegen die  Gaslieferungen aus Iran jedoch weit hinter den abgesprochenen Mengen  zur\u00fcck: Nicht einmal die H\u00e4lfte der vereinbarten Lieferungen passiert  die Pipeline. Geplant war urspr\u00fcnglich ein Ausbau der Pipeline, der dazu  dienen k\u00f6nnte, iranisches Gas nach Europa zu transportieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die derzeitige politische Entspannung zwischen dem Westen und Iran  und die durch die Krise in der Ukraine entstandenen Probleme der EU mit  Russland lassen eine iranische Versorgung der EU wahrscheinlicher  werden. F\u00fcr die Lieferungen galt die Route \u00fcber Armenien, Georgien, das  Schwarze Meer und die Ukraine am wahrscheinlichsten, denn andere  m\u00f6gliche Transportwege \u2013 etwa \u00fcber den Irak, Syrien und den Libanon \u2013  sind wegen sicherheitspolitischer Bedenken zumindest momentan nicht  realisierbar. Doch dann schaltete sich Moskau ein. So wurde der  Durchmesser der Pipeline auf russischen Druck hin von geplanten 1200  Millimeter auf 700 Millimeter reduziert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Trotz allem bleibt die Pipeline wichtig. Sie bietet Armenien eine  Dezentralisierung im Energiesektor, eine Alternative zu russischem Gas,  das durch Georgien nach Armenien transportiert wird und schafft  wenigstens ein bisschen Konkurrenz auf dem armenischen Gasmarkt.  \u00bbAu\u00dferdem\u00ab, f\u00fcgt Giragosian hinzu, \u00bbhat die Pipeline das Potential, in  Zukunft turkmenisches Gas nach Armenien zu transportieren, das weitaus  g\u00fcnstiger ist als iranisches\u00ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Armenien und Iran unterhalten neben der Gaspipeline ein saisonales  Tauschabkommen f\u00fcr Elektrizit\u00e4t \u00fcber j\u00e4hrlich 45 Millionen US-Dollar  oder 1,5 Milliarden Kilowattstunden: Im Sommer flie\u00dft Strom von Armenien  nach Iran, und im Winter in die andere Richtung. Weitere Projekte im  Energiesektor befinden sich in Planung, darunter eine 365 Kilometer  lange \u00d6l-Pipeline, die das iranische Tabriz mit der s\u00fcdwest-armenischen  Stadt Yeraskh verbinden soll. Die Fertigstellung war eigentlich f\u00fcr 2014  geplant, liegt nun aber auf unbestimmte Zeit auf Eis. Wie viele  Projekte zwischen den beiden L\u00e4ndern ist auch dieses belastet von  administrativen Problemen, \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen und Finanzierungsstopps.  \u00bbDer Ausgang bleibt unklar\u00ab \u2013 Giragosian wagt keine Prognosen f\u00fcr die  Zukunft des Pipelines-Projekts.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Am 21. September 2014 \u00e4u\u00dferte Irans Pr\u00e4sident Rohani in einem Brief  anl\u00e4sslich des armenischen Unabh\u00e4ngigkeitstages abermals Hoffnung auf  eine Intensivierung der bilateralen Beziehungen und k\u00fcndigte einen  \u00bbbaldigen\u00ab Staatsbesuch im Nachbarland an. Teherans Charmeoffensive wird  in Eriwan mit gemischten Gef\u00fchlen betrachtet: Einerseits wird das  kleine Land im Kaukasus in Zukunft st\u00e4rker auf iranisches Engagement  angewiesen sein. Andererseits garantiert die Energiepartnerschaft noch  lange keine Energiesicherheit und birgt zudem die Gefahr, sich abermals  in eine neue Abh\u00e4ngigkeit zu st\u00fcrzen<\/p>\n<p>Hendrikje Alpermann<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zenithonline.de\/deutsch\/wirtschaft\/a\/artikel\/eine-kaukasische-dreiecksbeziehung-004310\/\">www.zenithonline.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hendrikje Alpermann Weil sie regional isoliert sind, k\u00f6nnten sich Armenien und Iran im Energiesektor zusammentun \u2013 und damit Russlands Einfluss reduzieren. 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