{"id":26059,"date":"2015-04-04T14:02:42","date_gmt":"2015-04-04T13:02:42","guid":{"rendered":"http:\/\/norkhosq.net\/?p=26059"},"modified":"2015-04-04T14:02:42","modified_gmt":"2015-04-04T13:02:42","slug":"margarita-seidler-auf-dem-maidan-wurden-menschen-belogen-%e2%80%93-ein-augenzeugenbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/norkhosq.net\/?p=26059","title":{"rendered":"Margarita Seidler: Auf dem Maidan wurden Menschen belogen \u2013 Ein Augenzeugenbericht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" title=\"Margarita Seidler\" src=\"http:\/\/cdn2.img.de.sputniknews.com\/images\/30177\/40\/301774043.jpg\" alt=\"Margarita Seidler\" width=\"262\" height=\"152\" \/>Eine Deutsche, die orthodox getauft  wurde, in der Ukraine im Kloster gelebt, den Maidan gesehen hat, nach  Sewastopol fl\u00fcchten musste und Slawjansk in der Ost-Ukraine mit der  Waffe in der Hand gegen die ukrainische Armee verteidigt hat, bezeugt:<\/strong><\/p>\n<div style=\"text-align: left;\">\n<p>\u201eAls  Janukowitsch das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterschrieben  hat, gab es viele in\u00a0der Ukraine, die dagegen protestiert haben\u201c,  erz\u00e4hlte Margarita Seidler im Interview mit Nikolaj Jolkin. \u201eDie armen  Leute wussten nicht, was da eigentlich geschrieben steht. Das Dokument  umfasst 900 Seiten, und niemand hat sich die M\u00fche gegeben, es  durchzulesen. Aber Janukowitsch wusste, was da drinsteht. In  Wirklichkeit ist das eine knechtende Assoziation, die die Versklavung  der Ukraine in \u00f6konomischer und politischer Hinsicht beinhaltet sowie  auch, was den Glauben betrifft. Es beinhaltet beispielsweise alle diese  degenerativen Gesetze, die im Westen funktionieren und laut denen die  Homosexualit\u00e4t den Kindern aufgezwungen wird. Nat\u00fcrlich waren wir,  orthodoxe Christen, dagegen. Ich habe eben auf dem Maidan-Platz viele  Leute gesehen, die nicht wussten, wohin das geht und wohin das m\u00fcndet.\u201c<!--more--><\/p>\n<p><strong>Zu Anfang war es eine friedliche Veranstaltung gegen die korrupte Staatsmacht<\/strong><\/p>\n<p>Das Regime von Viktor Janukowitsch habe nat\u00fcrlich Fehler gemacht,  r\u00e4umt die Augenzeugin ein. Die Leute haben ihn kritisiert, dass er und  sein Staatsapparat korrupt seien. \u201eNur wenn man sich anschaut, was der  heutige Staatsapparat an sich darstellt, dann kann man sehen, dass  anstelle einer korrupten Regierung jetzt eine megakorrupte Regierung an  die Macht gekommen ist, die auch noch faschistisch ist. Leider gibt es  in\u00a0der Geschichte Beispiele, dass die vorherige Macht durch eine viel  schlechtere Macht abgel\u00f6st wird. Deswegen war ich von Anfang an immer  gegen diesen Euromaidan, da ich selber aus Deutschland komme und zu gut  wei\u00df, was diese Europ\u00e4ische Union bedeutet\u201c, so Margarita Seidler. \u201eEs  gibt viele Zeugnisse dar\u00fcber, dass diese friedlichen Demonstranten  ausgenutzt wurden. Sie selbst haben den Verdacht nicht gehabt, dass da  so was passiert. Die Mitglieder der Swoboda-Partei aus der Westukraine  und viele rechtsradikale Kr\u00e4fte wurden schon Jahre vor dem Maidan  in\u00a0Nato-Lagern in\u00a0Estland, Litauen und Polen ausgebildet.<\/p>\n<p>Man hat sie auf diesen Moment vorbereitet. Das ist ein Projekt der  CIA. Und im Verlauf des Maidans haben wir gesehen, dass eben die USA  diesen Maidan finanziert haben. Jedes Mal, wenn der Maidan in\u00a0sich schon  fast erl\u00f6scht war, wenn da noch etwa 50 oder 100 Leute auf dem Platz  waren, dann haben sie sich jedes Mal wieder eine Provokation ausgedacht,  um Tausende von Menschen dorthin zu bringen. Sie haben ungef\u00e4hr f\u00fcnf  Millionen Dollar jeden Tag ausgegeben, um diesen Maidan  aufrechtzuerhalten. Es ist auch kein Geheimnis, dass dort Drogen,  Amphetamine ausgeteilt wurden, damit die Leute nicht schlafen, damit sie  aggressiv gestimmt sind. Und dieser Klitschko hat pers\u00f6nlich die  Amphetamine ausgeteilt. Man hat die Leute belogen, man hat gesagt, die  Tabletten seien gegen ansteckende Krankheiten, zur Prophylaxe, und man  m\u00fcsse das einnehmen. Danach haben sie sich in\u00a0klinische Behandlung  begeben m\u00fcssen, weil sie Herz-Kreislauf-Probleme bekommen haben und  tagelang nicht schlafen konnten. Da hat man es festgestellt, dass es  Drogen waren.\u201c<\/p>\n<div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Margarita Seidler im Gespr\u00e4ch mit Nikolaj Jolkin\" src=\"http:\/\/cdn1.img.de.sputniknews.com\/images\/30177\/41\/301774110.jpg\" alt=\"Margarita Seidler im Gespr\u00e4ch mit Nikolaj Jolkin\" width=\"441\" height=\"293\" \/><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><a><span style=\"color: #888888;\"> \u00a9             Sputnik\/ Wjatscheslaw Tisikow<\/span><\/a><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #888888;\">Margarita Seidler im Gespr\u00e4ch mit Nikolaj Jolkin<\/span><\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Deutschland hat Janukowitsch verraten<\/strong><\/p>\n<p>Viktor Janukowitsch habe da ziemlich blau\u00e4ugig reagiert, meint die  Augenzeugin. Er habe doch gedacht, dass man Europa vertrauen kann. \u201eWir  haben in\u00a0der j\u00fcngsten Geschichte gesehen, wie \u00e4hnliche Sachen mit  Milosevic passiert sind. Libyens Gaddafi hat auch versucht, mit dem  Westen eine gemeinsame Sprache zu finden. Womit das geendet hat, haben  wir gesehen. Janukowitsch ist gerade so mit M\u00fche und Not mit dem Leben  davongekommen. Man hat ihm versprochen, dass Vereinbarungen eingehalten  werden. Leider hat er eingewilligt.\u201c Seidler denkt, dass es ein sehr  gro\u00dfer Fehler war. Sie wisse, als der Pr\u00e4sident anfing, den Maidan zu  s\u00e4ubern, waren noch 30 bis 40 Minuten n\u00f6tig, wie ihr ein Kommandeur der  Sonderpolizeieinheit Berkut gesagt habe, um den Maidan endg\u00fcltig zu  s\u00e4ubern. Viktor Janukowitsch habe damals den Befehl gegeben, alles zu  stoppen. \u201eDas war eigentlich das Todesurteil f\u00fcr die Ukraine, f\u00fcr die  Berkut-Leute und f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten Janukowitsch selbst\u201c, ist sich  Margarita Seidler sicher.<\/p>\n<p>Die deutsche Augenzeugin berichtet \u00fcber einen traurigen Zwischenfall,  als der Maidan immer weiter eskaliert ist: \u201eMan hat einen jungen  Berkut-K\u00e4mpfer \u2013 er war erst 22 Jahre alt \u2013 gefangengenommen. Vor der  B\u00fchne wurde ihm die rechte Hand abgehakt und die Augen ausgestochen. Man  hat ihn in\u00a0ein Erste-Hilfe-Zelt gebracht und hingelegt. Dort hat der  Arzt, oder was immer er auch ist, gesagt:,Nein! Wir werden ihm nicht  helfen!\u2018 Der Mensch, der ihn dorthin gebracht hat, hatte, wie es schien,  noch Reste von Gewissen und hat gesagt:,Wir m\u00fcssen einen Krankenwagen  rufen\u2018. Der andere sagte daraufhin:,Nein! Wir rufen keinen Krankenwagen.  Er soll sterben. Das ist unser Feind\u2018. Und er ist an Blutverlust  qualvoll gestorben. Es gab leider auch F\u00e4lle von anderen  Verschleppungen, Folter und Morden.\u201c<\/p>\n<p><strong>Scharfsch\u00fctzen-Provokation<\/strong><\/p>\n<p>Margarita Seidler erz\u00e4hlte, dass es sogar eine journalistische  Recherche vom ARD gegeben habe: Die Journalisten haben festgestellt,  dass die Sch\u00fcsse aus den oberen Etagen des Hotels \u201eUkraina\u201c kamen. Zu  dieser Zeit war dieses Geb\u00e4ude von den Aufst\u00e4ndischen des Maidans  besetzt. Es war einfach nicht m\u00f6glich f\u00fcr Janukowitschs  Regierungstruppen, in\u00a0dieses Geb\u00e4ude zu gelangen. Es befand sich  vollst\u00e4ndig unter der Kontrolle der Maidaner. Erschossen wurden \u00fcbrigens  sowohl Demonstranten als auch Berkut-Leute.<\/p>\n<p><strong>Nach Sewastopol, der letzten Festung auf der Krim<\/strong><\/p>\n<p>Es gab f\u00fcr Margarita Seidler keinen Sinn mehr, in\u00a0Kiew zu bleiben.  Die B\u00fcror\u00e4ume ihrer Christlich-\u00f6ffentlichen Gesellschaft  \u201eVolksversammlung der Ukraine\u201c wurden von den Maidan-Leuten besetzt, der  Leiter wurde verpr\u00fcgelt. H\u00e4tte man sie ertappt, h\u00e4tte man sie auch  gefoltert, so, wie es mit einem bekannten Journalisten, Sergey Rulev,  passiert ist.<\/p>\n<p>\u201eEr hat, wie auch wir, die Berkut-Leute unterst\u00fctzt. Er hat sie im  Krankenhaus besucht, sie mit Nahrung versorgt. Man hat ihnen damals ja  die n\u00f6tige Lebensmittelversorgung verweigert. Den Journalisten hat man  am helllichten Tage auf der Stra\u00dfe verschleppt und in\u00a0den Keller des  Gewerkschaftshauses gebracht. Dort hat eine Frau ihm mit einer  Kneifzange die Fingern\u00e4gel herausgerissen. Man hat ihn mit Kn\u00fcppeln  verpr\u00fcgelt. Er kam gerade noch mit M\u00fche und Not mit dem Leben davon. Er  ist auch sofort ausgereist. Uns hat ein \u00e4hnliches Schicksal gedroht, und  wir konnten nicht bleiben\u201c, erkl\u00e4rt die deutsche Augenzeugin.<\/p>\n<p>Sie sind nach Sewastopol gefahren. \u201eWir haben die Krim als eine  letzte Festung angesehen, die f\u00e4hig ist, den Faschisten Paroli zu  bieten. Wir wussten, dass die Menschen auf der Halbinsel sich von jeher  als Russen bezeichnet und Russisch gesprochen haben. Denn es war klar,  dass in\u00a0Kiew Faschisten an die Macht gekommen sind. Dort habe ich einige  Male beobachtet, wie unter unseren B\u00fcrofenstern Tausende von Menschen  mit Hakenkreuz-Fahnen gelaufen sind. Sie haben Losungen geschrien:,Die  Moskowiter muss man alle aufspie\u00dfen, auf Messer, aufh\u00e4ngen!\u2018 Es war so  schrecklich. Ich habe \u00fcbrigens auch gesehen, dass der Maidan mit  Hakenkreuzen und faschistischen Losungen ausgemalt war. Deswegen kann  man nicht sagen, dass dort nur pro-europ\u00e4ische Menschen waren.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">\nWeiterlesen:<a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/meinungen\/20150404\/301773653.html#ixzz3WLRwHram\"> http:\/\/de.sputniknews.com<\/a><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: left;\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Deutsche, die orthodox getauft wurde, in der Ukraine im Kloster gelebt, den Maidan gesehen hat, nach Sewastopol fl\u00fcchten musste und Slawjansk in der Ost-Ukraine mit der Waffe in der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-26059","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26059"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26059\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26060,"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26059\/revisions\/26060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/norkhosq.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}