{"id":26431,"date":"2015-05-10T16:15:19","date_gmt":"2015-05-10T14:15:19","guid":{"rendered":"http:\/\/norkhosq.net\/?p=26431"},"modified":"2015-05-10T16:15:19","modified_gmt":"2015-05-10T14:15:19","slug":"uber-den-antrag-der-linksfraktion-im-bundestag-zum-100-jahrestag-des-volkermords-an-den-armeniern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/norkhosq.net\/?p=26431","title":{"rendered":"\u00dcber den Antrag der Linksfraktion im Bundestag zum 100. Jahrestag des V\u00f6lkermords an den Armeniern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"http:\/\/spyurk.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Toros-Sarian.jpg\" alt=\"Toros Sarian\" width=\"152\" height=\"183\" \/><a href=\"http:\/\/spyurk.de\/\">spyurk.de<\/a> &#8211; <strong>Toros Sarian <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Am 24. April fand anl\u00e4sslich des 100. Jahrestags des V\u00f6lkermords an  den Armeniern eine Debatte im Bundestag statt. Die Regierungskoalition,  die Gr\u00fcnen und die Linkspartei hatten jeweils einen eigenen Antrag  eingebracht. Drei unterschiedliche Antr\u00e4ge zu einem Thema, bei dem  erwartet werden konnte, dass alle Bundestagsfraktionen sich vorab auf  einen gemeinsamen Antrag verst\u00e4ndigen und das Verbrechen als V\u00f6lkermord  anerkennen. Der Papst hatte es wenige Tage zuvor so genannt, das  Europ\u00e4ische Parlament ebenfalls. Aber die Regierungskoalition wollte es  nicht so bezeichnen. In seinem Kommentar im Spiegel-Online Magazin warf  Severin Weiland ihnen Wortklauberei und Wortakrobatik vor.(1)\u00a0 F\u00fcr die  gro\u00dfe Koalition gegen die Anerkennung scheint dies der einzig  verbliebene Ausweg gewesen zu sein, um sich vor einer eindeutigen  Stellungnahme zu dr\u00fccken. <!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Deutsche Vers\u00f6hnungsmakler<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei den Oppositionsparteien sah es anders aus. Der Antrag der Linken  tr\u00e4gt die \u00dcberschrift: \u201e100. Jahresgedenken an den V\u00f6lkermord an den  Armenierinnen und Armeniern 1915\/16 \u2013 Deutschland muss zur Aufarbeitung  und Vers\u00f6hnung beitragen\u201c.(2)\u00a0 Die Linke hat sich vielleicht von der  \u00dcberschrift des Bundestagsbeschlusses vom Juni 2005 inspirieren lassen,  wo es hei\u00dft, \u201eDeutschland muss zur Vers\u00f6hnung zwischen T\u00fcrken und  Armeniern beitragen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eIn Gesellschaft und Politik\u201c, so steht es in Wikipedia zu lesen,\u00a0  \u201ewird Vers\u00f6hnung als ein m\u00f6glicher Bestandteil einer  Vergangenheitsbew\u00e4ltigung und\/oder Konfliktregelung betrachtet.\u201c  Deutsche Politiker sind aber offenbar der \u00dcberzeugung, dass Vers\u00f6hnung  ein ganz entscheidender Bestandteil der Vergangenheitsbew\u00e4ltigung ist  und sie bereits vor einer Anerkennung des Verbrechens stattfinden kann.  Sie sind besessen von dem Wunsch Armenier und T\u00fcrken oder genauer  eigentlich: die Republik T\u00fcrkei mit der Republik Armenien zu vers\u00f6hnen.  Ob diese \u00fcberhaupt erwarten, dass Deutschland sie miteinander vers\u00f6hnt  oder einen Beitrag zur Aufarbeitung leistet, interessiert deutsche  Politiker nicht. Sie wollen zeigen, dass ihr Staat in der Frage der  Aufarbeitung und Vers\u00f6hnung vorbildliches geleistet hat und somit  gewisserma\u00dfen pr\u00e4destiniert ist, in Fragen der Aufarbeitung von  historischen Verbrechen und der Vers\u00f6hnung behilflich zu sein. Und indem  die Bundestagsparteien auf eine Vers\u00f6hnung dr\u00e4ngen, versuchen sie den  zu erwartenden Unmut Ankaras zumindest etwas abzufedern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Bundestag, so der Wunsch der Linken, soll die Bundesregierung  damit beauftragen, der \u201et\u00fcrkischen Regierung geeignete Ma\u00dfnahmen  vorzuschlagen sowie finanziell zu unterst\u00fctzen\u201c. Ist die T\u00fcrkei, die  sich die zweitgr\u00f6\u00dfte Nato-Armee leistet und j\u00e4hrlich Milliarden f\u00fcr  einen Krieg gegen die Kurden f\u00fchrt, auf deutsche Vers\u00f6hnungssubventionen  angewiesen? Ma\u00dfnahmen vorschlagen und Geld geben ist die bekannte  Allzweckformel, mit der deutsche Politiker glauben, alle Probleme l\u00f6sen  zu k\u00f6nnen. In den K\u00f6pfen parlamentarischer Politb\u00fcrokraten sind  \u201eMa\u00dfnahmen\u201c und Geld der Universalschl\u00fcssel zur L\u00f6sung aller Probleme.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Alle Bundestagsfraktionen sind sich offensichtlich einig: Deutschland  hat nach seiner \u201eunr\u00fchmliche Rolle\u201c vor 100 Jahren jetzt eine r\u00fchmliche  Rolle als Vers\u00f6hnungsmakler zu \u00fcbernehmen. Statt sich den seit Jahren  vorgetragenen penetranten Vers\u00f6hnungsappellen der anderen Parteien  anzuschlie\u00dfen, h\u00e4tten die Linken bereits in der \u00dcberschrift einen  anderen klaren Akzent setzen k\u00f6nnen, indem sie z.B. schreiben:  Deutschland muss das V\u00f6lkermord an den Armeniern anerkennen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Waren nur \u201eanatolische\u201c Armenier die Opfer?<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Bereits am Anfang des Antragstextes wird die mangelhafte Kenntnis der  Autoren deutlich: Wer von der \u201eVernichtung der armenischen Bev\u00f6lkerung  Anatoliens\u201c spricht, der wei\u00df offenbar nicht, dass von den Deportationen  und Massakern eben nicht nur die Armenier in \u201eAnatolien\u201c betroffen  waren, sondern auch die im europ\u00e4ischen Teil des Osmanischen Reiches.  Die geographische Bezeichnung Anatolien bezieht sich genaugenommen nur  auf die westliche H\u00e4lfte des asiatischen Teils der heutigen Republik  T\u00fcrkei. Diese Bezeichnung wurde nach Gr\u00fcndung der Republik T\u00fcrkei 1923  auch auf die Gebiete ausgedehnt, die als Westarmenien oder Nordkurdistan  bzw. Nordmesopotamien gelten. Die T\u00fcrkisierung des Staates schloss auch  die \u00c4nderung der traditionellen Ortsnamen ein: Nach 1923 wurden alle  Ortsnamen ge\u00e4ndert, die einen R\u00fcckschluss auf die nichtt\u00fcrkische  Einwohner erlaubt h\u00e4tten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wer von der \u201eVernichtung der armenischen Bev\u00f6lkerung Anatoliens\u201c  spricht, ignoriert die Tatsache, dass z.B. 30.000 Armenier aus der  Hauptstadt Konstantinopel deportiert wurden, dass die Armenier der an  der bulgarischen Grenze gelegenen Stadt Edirne oder aus anderen Teilen  West-Thrakiens von der Deportationen nicht verschont blieben. Vom  Vernichtungsplan des jungt\u00fcrkische Regimes waren also Armenier in allen  Teilen des Osmanischen Reiches betroffen, auch die, die im europ\u00e4ischen  Teil lebten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">T\u00fcrkische \u201eHomogenisierungspolitik\u201c und deutsche \u201eSchutzmacht\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">In Punkt drei des Antrags ist die Rede von der  \u201eHomogenisierungspolitik\u201c der jungt\u00fcrkischen Regierung. Was unter  \u201eHomogenisierungspolitik\u201c zu verstehen ist, kann nur vermutet werden.  Doch abgesehen davon ist dieser Begriff schwammig \u2013 und verharmlosend.  Nach welchen Kriterien sollte \u201ehomogenisiert\u201c werden? Religion? Ethnie?  Oder beides? Eine \u201eHomogenisierungspolitik\u201c muss nicht zwangsl\u00e4ufig die  physische Vernichtung von 1,5 Mio. Menschen bedeuteten. V\u00f6lkermord ist  ein Mittel der \u201eHomogenisierung\u201c eines Staates, aber eben nicht das  einzige Mittel. Dem jungt\u00fcrkischen Regime ging es konkret darum, die  armenische Bev\u00f6lkerung auszul\u00f6schen. Unter ihren Nachfolgern wurde dann  das kulturelle Erbe der Armenier, fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt oder dem  Verfall \u00fcberlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Punkt drei wird Deutschland als \u201eSchutzmacht\u201c des Osmanischen Reiches bezeichnet.<br \/>\nGegen wen wollte Deutschland seinen Kriegsverb\u00fcndeten sch\u00fctzen? Hier  scheinen die Autoren des Antrags nicht verstanden zu haben, dass das  jungt\u00fcrkischen Regime ganz bewusst ein Kriegsb\u00fcndnis mit Deutschland  eingegangen war, um einerseits ungehindert seinen gewaltsamen  T\u00fcrkisierungsplan des Landes und andererseits expansionistische Ziele zu  verwirklichen: Die Vereinigung der im Kaukasus oder Mittelasien  lebenden Turkv\u00f6lker. Eine konkrete Bedrohung durch andere Gro\u00dfm\u00e4chte  bestand vor Abschluss des deutsch-t\u00fcrkischen Geheimvertrags am 2. August  1914 nicht. Deutschland wurde vom extrem nationalistischen Regime in  Konstantinopel nie als eine \u201eSchutzmacht\u201c betrachtet. Das  deutsch-t\u00fcrkische Kriegsb\u00fcndnis war ein Aggressionsb\u00fcndnis, das auf  Expansion ausgerichtet war, wobei sich die Expansion des Osmanischen  Reiches sich vor allem gegen das zaristische Russland richtete.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Hilfsbereite Linke wollen Vers\u00f6hnung und Ausgleich<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Linke fordert von der Bundesregierung, \u201edabei mitzuhelfen, dass  zwischen T\u00fcrkinnen und T\u00fcrken sowie Armenierinnen und Armeniern ein  Ausgleich durch Aufarbeitung, Vers\u00f6hnen und Verzeihen historischer  Schuld erreicht wird\u201c. Was ist unter einem \u201eAusgleich\u201c zu verstehen? Die  Forderung nach einer Aufarbeitung betrifft die T\u00fcrkei bzw. die T\u00fcrken,  die seit 100 Jahren das Verbrechen leugnen. Sie haben sich das Land und  das Eigentum der gewaltsam angeeignet. Daf\u00fcr m\u00fcssten sie einen  \u201eAusgleich\u201c leisten. Verzeihen ist eine individuelle Angelegenheit, d.h.  jeder Armenier kann, nachdem die T\u00fcrkei das Verbrechen anerkannt hat,  selber frei entscheiden, ob er der T\u00fcrkei verzeiht.<br \/>\nVor einigen Jahren wurde dort eine Kampagne \u201eIch entschuldige mich\u201c  initiiert,\u00a0 die von einigen Tausend B\u00fcrgern unterschrieben wurde. Ein  Armenier k\u00f6nnte also die \u201eEntschuldigung\u201c der Unterzeichner annehmen  oder nicht. Bleibt die Frage, was denn die Armenier \u201eausgleichen\u201c  sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Punkt acht fordert die Linken von der Bundesregierung \u201edabei  mitzuhelfen, dass die T\u00fcrkei und Armenien ihre fr\u00fcheren Bem\u00fchungen zur  Normalisierung der zwischenstaatlichen Beziehungen wieder aufnehmen\u201c.  Die Republik Armenien war bereit, in der V\u00f6lkermordfrage ein  Zugest\u00e4ndnis zu machen, um die Beziehungen mit der T\u00fcrkei zu  normalisieren. Die im Beisein des russischen Au\u00dfenministers Lawrow, der  US-Au\u00dfenministerin Clinton und es EU-\u201eAu\u00dfenministers\u201c Javier Solana am  10. Oktober 2009 in Z\u00fcrich unterzeichneten Protokolle wurden nicht  umgesetzt, weil wenige Tage nach der Unterzeichnung die t\u00fcrkische  Regierung pl\u00f6tzlich von Jerewan Zugest\u00e4ndnisse in der Karabach-Frage  verlangte. Die Normalisierung scheiterte also daran, dass Ankara f\u00fcr die  Ratifizierung der Protokolle im Nachhinein Bedingungen\u00a0 aufstellte.  Entweder ist den Linken nicht bekannt, dass der damalige Regierungschef  Erdogan verantwortlich war f\u00fcr das Scheitern der  Normalisierungsbem\u00fchungen oder bestimmte Kreise innerhalb der Fraktion  wollten aus bestimmten Gr\u00fcnden eine \u201eAusgewogenheit\u201c.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Armenische \u201eFl\u00fcchtlingstrecks\u201c mit Wachmanschaft<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Merkw\u00fcrdigkeiten setzen sich fort in der Begr\u00fcndung des Antrags,  der sich liest wie ein \u2013 arg misslungener \u2013 Abriss der Geschichte des  V\u00f6lkermords von 1915. Da hei\u00dft es z.B.: \u201eArmenische Frauen, Kinder und  Alte wurden ab Fr\u00fchjahr 1915 nicht nur aus den frontnahen Gebieten im  Osten, sondern aus Gesamtanatolien deportiert und auf Todesm\u00e4rsche durch  die syrische W\u00fcste geschickt.\u201c Im darauf folgenden Satz steht: \u201eDie  Fl\u00fcchtlingstrecks waren h\u00e4ufig das Ziel von vorab informierten Banden,  die die Deportierten zum Teil unter Beteiligung der sie begleitenden  Wachmannschaften auspl\u00fcnderten und niedermetzelten. Minderj\u00e4hrige  M\u00e4dchen und Jungen wurden hierbei oft entf\u00fchrt und versklavt.\u201c Zuerst  hei\u00dft es, die Armenier wurden deportiert und auf Todesm\u00e4rsche geschickt,  dann ist in folgenden Satz pl\u00f6tzlich die Rede von \u201eFl\u00fcchtlingstrecks\u201c.  An einer weiteren Stelle hei\u00dft es, die armenischen Bev\u00f6lkerung sei  \u201evertriebenen\u201c worden. Die Linken scheinen sich entweder nicht dar\u00fcber  im Klaren zu sein, was 1915 passierte oder es wurde aus bestimmten  Interessen ganz bewusst unklar formuliert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Lungerten mitten im Krieg \u00fcberall \u201eBanden\u201c umher, die nur darauf  warteten, informiert zu werden, wo sie armenische \u201eFl\u00fcchtlingstrecks\u201c  \u00fcberfallen, niedermetzeln und Minderj\u00e4hrige in die Sklaverei  verschleppen konnten? Sollten \u201eFl\u00fcchtlingstrecks\u201c wohlbeh\u00fctet von  Wachmannschaften in einen anderen Reichsteil geleitet und die Armenier  dort angesiedelt werden? Hier dr\u00e4ngen sich Fragen \u00fcber Fragen auf. Und  nicht nur das: Es geh\u00f6rt zu den Behauptungen der offiziellen t\u00fcrkischen  Darstellung, dass die Verluste und Leiden der Deportierten nicht in  ihrer Absicht lagen, sondern dadurch entstanden seien, dass aufgrund der  allgemein chaotischen Zust\u00e4nde w\u00e4hrend des Krieges unkontrollierbare  \u201cBanden\u201d Vebrechen ver\u00fcbt h\u00e4tten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Angewohnheiten einer Oppositionpartei: Forderungen aufstellen und eigene Vers\u00e4umnisse verschweigen<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Zehn Jahre nach dem Bundestagsbeschluss fordert die Linke, \u201edie  Aufnahme des V\u00f6lkermordthemas in die Curricula des Schulunterrichts\u201c.  Eine wichtige Forderung, die zwar bereits 2005 aufgestellt, aber von  Konferenz der Kultusminister der Bundesl\u00e4nder nie von der Konferenz der  Kultusminister der Bundesl\u00e4nder umgesetzt wurde. In den Bundesl\u00e4ndern,  wo die Linke an der \u201eRegierungsverantwortung\u201c beteiligt war oder ist,  hat sie auch nichts unternommen hat, damit das Thema V\u00f6lkermord an den  Armeniern im Schulunterricht behandelt wird.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Fazit<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Linksfraktion h\u00e4tte in einem kurzen und klar formulierten Antrag  sich abgrenzen k\u00f6nnen von den Antr\u00e4gen der Regierungskoalition oder der  Gr\u00fcnen. Stattdessen wurde viel \u00dcberfl\u00fcssiges in den Antrag  hineingetextet, der Vers\u00f6hnungsgedanke \u00fcberm\u00e4\u00dfig betont und im  Begr\u00fcndungsteil sind zahlreiche Fehler und Widerspr\u00fcchliches enthalten.  Der Antrag der Linken bleibt im Wesentlichen im Rahmen des Beschlusses  von 2005, teilweise wurden Passagen daraus fast wortw\u00f6rtlich \u00fcbernommen.  Der Wert des insgesamt schwach und fehlerhaft formulierten Antrags der  Linksfraktion liegt in einem einzigen Satz: \u201eDer Deutsche Bundestag  bewertet die von der jungt\u00fcrkischen Regierung des Osmanischen Reichs  systematisch geplante und organisierte Vernichtung der armenischen  Bev\u00f6lkerung als V\u00f6lkermord nach der UN-Konvention \u00fcber die Bestrafung  und Verh\u00fctung des V\u00f6lkermords von 1948.\u201c Die Nachkommen derer, die in\u00a0  \u201eFl\u00fcchtlingstrecks\u201c, besch\u00fctzt von pflichtbewussten t\u00fcrkischen  Wachmannschaften, ihre Heimat lebend verlassen durften, sollten  zumindest vielleicht diesen einen Satz im Antrag der Linksfraktion  w\u00fcrdigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Toros Sarian<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1 <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/armenien-koalition-meidet-das-direkte-wort-voelkermord-a-1029564.html\" target=\"_blank\">http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/armenien-koalition-meidet-das-direkte-wort-voelkermord-a-1029564.html<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2 <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/043\/1804335.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/043\/1804335.pdf<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>spyurk.de &#8211; Toros Sarian Am 24. 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