{"id":26466,"date":"2015-05-16T01:33:07","date_gmt":"2015-05-15T23:33:07","guid":{"rendered":"http:\/\/norkhosq.net\/?p=26466"},"modified":"2015-05-16T01:33:07","modified_gmt":"2015-05-15T23:33:07","slug":"ist-das-neusser-quirinusmunster-nun-eine-moschee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/norkhosq.net\/?p=26466","title":{"rendered":"Ist das Neusser Quirinusm\u00fcnster nun eine Moschee?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"http:\/\/bc02.rp-online.de\/polopoly_fs\/1.5091552.1431689776%21image\/3126482463.jpg_gen\/derivatives\/d540x303\/3126482463.jpg\" alt=\"Eine Analyse von Michael Hesemann: Ist das Neusser Quirinusm\u00fcnster nun eine Moschee?\" width=\"251\" height=\"140\" \/><\/strong><strong>Eine Analyse von Michael Hesemann<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong> <\/strong><em>Der Neusser Historiker, Dozent der Neusser VHS und  Bestseller-Autor Michael Hesemann geh\u00f6rt zu den Gastkommentatoren, die  regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den Stadt-Kurier schreiben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<div style=\"text-align: left;\">Neuss.         \t\t\t\t\t\t\t        \t\t\t\t\t\t     \t\t\t\t\t\t    \t\t\t\t\t\t    \t\t\t\t\t\t\t<strong>Wenn  ein Moslem in das Quirinusm\u00fcnster zum Gebet eingeladen wird,  verwandelt\u00a0sich die katholische Basilika nach islamischen Recht  automatisch in eine Moschee. Ob dies geschehen ist, ist nicht ganz klar.  Wenn ja, dann sind daf\u00fcr Thomas Nickel und\u00a0Thomas Kaumanns  verantwortlich. Hinter all dem steckt wieder ein CDU-Mann: Yasar Calik,  dem Neuss die Halbmond-Debatte zu verdanken hat.<\/strong> Von Michael Hesemann, Neusser Historiker und Bestseller-Autor<!--more--><\/div>\n<div>\n<p style=\"text-align: left;\">Keine Frage: Will Deutschland ein  Einwanderungsland sein, muss es in der Lage sein, Fremden das Gef\u00fchl zu  geben, dass sie in ihrer neuen Heimat willkommen sind, dass sie  aufgenommen werden in eine bereits bestehende Gesellschaft, deren  kulturelle Vielfalt immer wieder durch neue Elemente bereichert wird.  Integration ist dann gelungen, wenn etwa ein Immigrant aus der T\u00fcrkei  sich als t\u00fcrkischst\u00e4mmiger Deutscher und eben nicht mehr als T\u00fcrke in\u00a0  einem fremden Land f\u00fchlt. Schon deshalb ist t\u00fcrkischer Nationalismus  ebenso ein Integrationshindernis wie es Fremdenfeindlichkeit oder  Rassismus w\u00e4ren. Umso unverst\u00e4ndlicher ist, dass Neusser Lokalpolitiker  unter dem Deckmantel der Integrationsf\u00f6rderung ihren Kotau vor dem  t\u00fcrkischen Staat, vertreten durch seinen Botschafter, machen. Denn das  ist zun\u00e4chst einmal ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen t\u00fcrkischer  Herkunft, die, etwa als Aleviten, Kurden oder Armenier, aber auch als  Liberale und Regimekritiker, nach Deutschland gekommen sind, weil sie  die Zust\u00e4nde in ihrem Heimatland unertr\u00e4glich fanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es \u00fcbersieht, dass t\u00fcrkischer Nationalismus neben dem politischen  Islam das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr eine gelungene Integration ist; wer sich  per se als etwas Besseres f\u00fchlt, ist nicht bereit, sich anzupassen.\u00a0 Vor  allem aber ist es ein peinlicher Kniefall vor dem Erdogan-Regime, das  wie kein anderer NATO-Partner die Menschenrechte mit F\u00fc\u00dfen tritt. Erst  gestern bescheinigte ein Bericht der &#8222;United States Commission on  International Religious Freedom&#8220; (USCIRF) der T\u00fcrkei &#8222;ernsthafte  Verletzungen der Religionsfreiheit religi\u00f6ser Minderheiten&#8220;;  Antisemitismus sei dort auf dem Vormarsch, die Demokratie stark  gef\u00e4hrdet. Erdogans geradezu hysterische Reaktion auf die immer lauter  werdende Forderung nach Anerkennung des V\u00f6lkermordes an den Armeniern  vor hundert Jahren isolierte ihn auf der Weltb\u00fchne. Sein 1000-Zimmer  Protzpalast oberhalb Ankaras, seine Unterst\u00fctzung des islamistischen  Terrorismus und seine neoosmanischen Gro\u00dfmachtphantasien lassen ihn eher  als gr\u00f6\u00dfenwahnsinnigen Diktator denn als respektablen Staatsmann  erscheinen. Dass er in Karlsruhe nicht nur Aleviten, Kurden und Armenier  beleidigte, sondern auch seine Anh\u00e4nger zur &#8222;Errichtung der neuen  T\u00fcrkei in Deutschland&#8220; aufrief, ist nicht nur integrationsfeindlich,  sondern auch sicherheitspolitisch bedenklich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch in Neuss tut man so, als sei diese &#8222;neue T\u00fcrkei in  Deutschland&#8220; bereits errichtet worden. Da darf sich der wei\u00dfm\u00e4hnige  t\u00fcrkische Botschafter H\u00fcseyin Avni Karslioglu nicht nur in das &#8222;goldene  Buch der Stadt&#8220; eintragen, er wird auf Kosten des Steuerzahlers auch  noch mit einem Gala-Essen geehrt. Ausgerechnet der Neusser  Skandal-Stadtratskandidat Yasar Calik, der im Wahlkampf das CDU-Logo  durch den t\u00fcrkischen Halbmond usurpieren lie\u00df, trat als sein Gastgeber  auf und wurde von B\u00fcrgermeister Napp und seinem designierten Nachfolger  Nickel tat- und finanzkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt. Ich hoffe nur, man hat  Karslioglu nicht auch noch eingeladen, in der Quirinusbasilika zu beten,  denn nach islamischem Recht w\u00e4re sie damit zur Moschee geworden.  Nat\u00fcrlich verzichtete man h\u00f6flich darauf, ihn auf die V\u00f6lkermord-Debatte  oder den Neusser Halbmond-Skandal anzusprechen. War ja nichts gewesen,  oder? Stattdessen flaggte selbst die NGZ; eine halbe Seite gro\u00df war ihre  Wiedergabe der t\u00fcrkischen Nationalfahne, passend zur Schlagzeile:  &#8222;T\u00fcrken gestalten Neuss mit&#8220;. Davor freilich bewahre uns der liebe Gott!  T\u00fcrkischst\u00e4mmige Neusser geh\u00f6ren zu uns und gestalten unsere Stadt.  T\u00fcrken sind als G\u00e4ste herzlich willkommen. Aber als treue Tochter  Ankaras m\u00f6chten wir dann doch nicht in die Geschichte eingehen!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.stadt-kurier.de\/neuss\/ist-das-neusser-quirinusmuenster-nun-eine-moschee-aid-1.5091543\">http:\/\/www.stadt-kurier.de<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Analyse von Michael Hesemann Der Neusser Historiker, Dozent der Neusser VHS und Bestseller-Autor Michael Hesemann geh\u00f6rt zu den Gastkommentatoren, die regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr den Stadt-Kurier schreiben. Neuss. 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