{"id":27082,"date":"2015-09-20T14:35:11","date_gmt":"2015-09-20T12:35:11","guid":{"rendered":"http:\/\/norkhosq.net\/?p=27082"},"modified":"2015-09-20T14:36:03","modified_gmt":"2015-09-20T12:36:03","slug":"%e2%80%9dmutter-vieler-kinder%e2%80%9d-urhoy-%e2%80%93-urha-%e2%80%93-edessa-%e2%80%93-raha-%e2%80%93-riha-%e2%80%93-urfa-%e2%80%93-sanliurfa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/norkhosq.net\/?p=27082","title":{"rendered":"\u201dMutter vieler Kinder\u201d: URHOY \u2013 URHA \u2013 EDESSA \u2013 RAHA \u2013 RIHA \u2013 URFA \u2013 SANLIURFA"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/images\/urfa_1.jpg\" alt=\"URHOY \u2013 URHA \u2013 EDESSA \u2013 RAHA \u2013 RIHA \u2013 URFA \u2013 SANLIURFA\" width=\"400\" height=\"268\" align=\"middle\" \/><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">An der Kreuzung alter Landhandelsrouten und in einer fruchtbaren Ebene  gelegen, blickt die biblische nordmesopotamische Stadt mit den vielen  Namen auf eine wechselvolle Geschichte in vier Jahrtausenden zur\u00fcck. F\u00fcr  aram\u00e4ischsprachige Christen hei\u00dft sie bis heute Urhoy, woraus im  Armenischen Urha wurde. Der griechische Feldherr Seleukos I. Nikator (<em>der Siegreiche;<\/em> 358-281 v. Chr.), der Nachfolger Alexander des Gro\u00dfen und Begr\u00fcnder der  Seleukidendynastie, verlieh ihr den Namen der ersten makedonischen  Hauptstadt, Edessa. <!--more-->Unter diesem Namen war sie im Mittelalter auch den  Kreuzfahrern bekannt, als Edessa eine fr\u00e4nkische Grafschaft bildete. Zu  Urfa wurde Urhoy\/Edessa offiziell, als es 1637 dem Osmanischen Reich  einverleibt wurde. 1983 verlieh ihm die t\u00fcrkische Milit\u00e4rjunta wie zum  Hohn den Beinamen <em>sanli<\/em> (\u201eruhmvoll\u201c), um an die kemalistischen  Befreiungskriege gegen die Franz\u00f6sen 1920-22 zu erinnern. In dieser Zeit  wurden die letzten Christen der uralten christlichen Stadt vertrieben.  Die heutige Bev\u00f6lkerung aus fast 400.000 Menschen setzt sich vor allem  aus Kurden und Arabern zusammen, die die Stadt als Raha  (arab.) oder  Riha (kurdisch) nennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Juden, Christen und Muslime verehren die Urfa gleicherma\u00dfen, weil  hier der j\u00fcdische Stammvater Abraham (Ibrahim) und der Prophet Hiob  gelebt haben sollen. Nach muslimischem Glauben gilt Urfa sogar als  Abrahams Geburtsort und als f\u00fcnftwichtigste Stadt des Islam. Christen  verehren Urfa als den \u00e4ltesten christlichen Stadtstaat: Nach ihrer  \u00dcberlieferung soll der aram\u00e4ische Herrscher Abgar V.  Ukkama (\u201eder  Schwarze\u201c; 9-46 n. Chr.) im Briefwechsel mit Jesus gestanden und ihn um  Heilung gebeten haben. Zu diesem Zweck wurden die Apostel Thomas bzw.  Thaddeus entsandt; nach syrisch-orthodoxer Tradition gilt Thomas sogar  als Gr\u00fcnder der uralten, eng mit der Geschichte Urfas verbundenen  Kirche. Ihrer \u00dcberlieferung zufolge wurden die Gebeine des Apostels aus  Parthien oder Indien nach Edessa \u00fcberf\u00fchrt und dort bestattet. Eng mit  der Abgarlegende verbunden ist die mit dem <em>Christusbild von Edessa<\/em> verkn\u00fcpfte \u00dcberlieferung vom <em>Mandylion<\/em>,  das nach einer fr\u00fcheren \u00dcberlieferung vom Boten K\u00f6nig Abgars gemalt,  einer sp\u00e4teren \u00dcberlieferung zufolge aber nicht von Menschenhand  gewirkt, sondern durch direkte Gesichts\u00fcbertragung auf ein Tuch zustande  kam (\u201eAcheiropoieton\u201c). Eine Kopie des wundert\u00e4tigen Portr\u00e4t-Tuches  Jesu befindet sich heute im Vatikan, eine andere seit dem 14. Jh. in  Genua.<\/p>\n<div style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/images\/urfa_2.jpg\" alt=\"URHOY \u2013 URHA \u2013 EDESSA \u2013 RAHA \u2013 RIHA \u2013 URFA \u2013 SANLIURFA\" width=\"400\" height=\"263\" align=\"middle\" \/><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">In sp\u00e4tantiker und fr\u00fchmittelalterlicher Zeit bildete Urhoy ein  Zentrum syro-aram\u00e4ischer Gelehrsamkeit und spirituellen Lebens.  Zeitweise amtierten dort melkitische sowie ost- und westsyrische  Bisch\u00f6fe nebeneinander. Einer der ber\u00fchmtesten war der  Geschichtsschreiber Jakob von Edessa (*um 633, \u2020708). Urfa ist auch  Geburtsort des Melkiten Theodor Abu Qurra (\u2020 ca. 830), einer der  fr\u00fchesten christlichen Denker in arabischer Sprache.<\/p>\n<p>Ende des 11. Jh. rissen Kreuzfahrer den multiethnischen Stadtstaat  Edessa an sich, verloren ihn jedoch unter dem sitten- und  charakterschwachen Grafen Jocelyn de Courtenay d. J. an den muslimischen  Herrscher Mossuls, Imad ul-din Zengi (gest. 1146). Dieser begann in  Courtenays Abwesenheit am 30. November 1144 die Belagerung der  f\u00fchrungslosen Stadt. Als sie sich am 23. Dezember desselben Jahres  ergeben musste, gab sie Zengi drei Tage der Pl\u00fcnderung preis. Vor allem  die fr\u00e4nkische bzw. katholische Bev\u00f6lkerung fiel Massakern und der  Versklavung zum Opfer.<\/p>\n<p>Der Fall Edessas, wo Armenier seit der Sp\u00e4tantike einen erheblichen  Bev\u00f6lkerungsanteil stellten, regte einen der herausragendsten  zeitgen\u00f6ssischen geistlichen Dichter Armeniens, den Katholikos Nerses  IV. Schnorhali Pahlawuni, zu einer Elegie (vollendet 1145) an. In diesem  langen, aus 1070 doppelzeiligen, gereimten Strophen bestehenden  Klagelied schildert Ners\u00eas Edessas Fall als Trag\u00f6die f\u00fcr die gesamte  Christenheit, verursacht durch \u201edie F\u00fclle seiner S\u00fcnden und den Verrat  durch ungetreue H\u00e4nde\u201c. Er st\u00fctzt sich auf Berichte von Teilnehmern der  K\u00e4mpfe und der Belagerung, darunter seines Neffen Apirat. Das Urha der  Armenier und Aram\u00e4er, \u201edie Mutter vieler Kinder\u201c, wird in Nerses Elegie  zur trauernden Witwe und \u201eGebieterin\u201c, die Hilfe suchend ihre Schwestern  anfleht, die damaligen Metropolen der Christenheit: Jerusalem und Rom,  Konstantinopel, Alexandria und Antiochia.<\/p>\n<p>Seit 1144 unter muslimischer und seit 1637 unter osmanischer Herrschaft  stehend, blieb Urfa, nun zur Provinz Aleppo geh\u00f6rend, dennoch bis in das  20. Jahrhundert eine Stadt mit hohem christlichen Bev\u00f6lkerungsanteil.  Obwohl die Massaker von 1895\/96 haupts\u00e4chlich gegen die Angeh\u00f6rigen der <em>ermeni millet<\/em>,  der armenisch-apostolischen Gemeinschaft im Osmanischen Reich gerichtet  waren, fielen ihnen auch Christen anderer Denominationen zum Opfer. In  Urfa, wo Armenier ein Drittel der damals 60.000 Einwohner ausmachten,  schlachteten kurdische Irregul\u00e4re der so genannten Hamidiye-Kavallerie  13.000 aram\u00e4ischsprachige Christen in der Stadt und ihrer Umgebung ab.  Die Lebendverbrennung von 3.000 Armeniern am 29. Dezember 1895, die sich  vor Massakern in ihre Kathedrale gefl\u00fcchtet hatten, bezeichnete die  amerikanische Augenzeugin und Missionarin Corinna Shattuck mit dem aus  der Bibel entlehnten Begriff Holocaust (\u201eGanzbrandopfer\u201c). Andere  Zeitgenossen wie der franz\u00f6sisch-j\u00fcdische Journalist Bernard Lazare  umschrieben mit Holocaust den gesamten Massenmord des Jahres 1895 an  osmanischen Christen. In dieselbe Kathedrale sperrten 1915 die  Ortsbeh\u00f6rden armenische Deportierte, die als Zwangsprostituierte  Milit\u00e4r- und Gendarmerieangeh\u00f6rigen zur Verf\u00fcgung standen.<\/p>\n<p>Die Massaker der Jahre 1895\/96 l\u00f6sten in Europa spontane Hilfsversuche  aus. Der evangelische Theologe und Missionar Dr. Johannes Lepsius  (1858-1926) gr\u00fcndete ein Spital, ein Waisenhaus sowie eine \u201eMasbane\u201c  genannte Teppichfabrik f\u00fcr die verarmten \u00dcberlebenden; das Waisenhaus  wurde von dem Deutschen Franz Eckart geleitet, die Teppichkn\u00fcpferei von  seinem \u00e4lteren Bruder Bruno. Alle karitativen Einrichtungen standen ab  1903 unter der Oberleitung der d\u00e4nischen Missionarin Karen Jeppe  (1876-1935), die sich w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges einen Namen als  Retterin zahlreicher armenischer Fl\u00fcchtlingskinder vor dem V\u00f6lkermord  machte. 1917 verlie\u00df Karen Jeppe, an Flecktyphus erkrankt, die  osmanische T\u00fcrkei und setzte ihre Arbeit 1921 als offizielle Beauftragte  des V\u00f6lkerbundes im benachbarten Syrien fort; sie wurde auf dem  armenischen Friedhof von Aleppo beigesetzt.<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/images\/urfa_3.jpg\" alt=\"Urfa, um 1895, Armenische Waisenm\u00e4dchen\" width=\"406\" height=\"534\" align=\"middle\" \/> <span style=\"color: #888888;\">Urfa, um 1895: Armenische Waisenm\u00e4dchen des <\/span><br \/>\n<span style=\"color: #888888;\">Heimes der Deutschen Orientmission<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #888888;\"><br \/>\n<\/span><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">Angesichts der durchziehenden, v\u00f6llig verelendeten und eingesch\u00fcchterten  Deportierten aus den \u00f6stlichen Landesteilen und auch unter dem Eindruck  eines Massakers im August 1915 erkannten die Armenier Urfas, dass es  nur eine Frage der Zeit war, bis auch sie der allgemeinen Vernichtung  anheim fallen w\u00fcrden. Sie verschanzten sich daher in ihrem Viertel und  widersetzten sich ihrer Deportation \u2013 nach Lesart der osmanischen  Beh\u00f6rden ein Akt des Hochverrats. Major Eberhard Graf Wolffskeel von  Reichenberg, der schon im M\u00e4rz 1915 Milit\u00e4r gegen die Armenier der Stadt  Sejtun hatte aufmarschieren lassen, leitete im Herbst 1915 erst die  Belagerung des Mosesberges (Musa Dag), auf dem sich die armenische  Bev\u00f6lkerung mehrerer D\u00f6rfer verschanzt hatte, danach, im Oktober 1915,  des Armenierviertels von Urfa. Die stark antiarmenisch gepr\u00e4gten Briefe  des adeligen Belagerers aus altfr\u00e4nkischem Adel hat als erster der  \u00f6sterreichische Neuhistoriker Wolfdieter Bihl 1985 auszugsweise zitiert\u00a0<a name=\"href_col_b_1\" href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/urfa.php?locale=de#col_b_1\"><sup>(1)<\/sup><\/a> und 2001 erstmals von dem deutschen Historiker  Hilmar Kaiser ediert\u00a0<a name=\"href_col_b_2\" href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/urfa.php?locale=de#col_b_2\"><sup>(2)<\/sup><\/a>.  In Urfa tobe ein Kampf von Haus zu Haus, schrieb Wolffskeel am 12.  Oktober 1915 an seine Frau. Es werde noch 14 Tage dauern, \u201ebis wir die  Bande klein gekriegt haben\u201c. Doch schon vier Tage danach war seine  Arbeit abgeschlossen. Jetzt komme mit der Deportation und den  Kriegsgerichten der \u201eunerfreuliche Teil\u201c, der aber zu den  \u201einnert\u00fcrkischen Angelegenheiten\u201c geh\u00f6re. Wolffskeel sah keinen  humanit\u00e4ren Handlungsbedarf zugunsten der armenischen Bev\u00f6lkerung Urfas,  obwohl er durch die Mitarbeiter der Deutschen Orient-Mission genau \u00fcber  die Sch\u00e4ndlichkeiten der t\u00fcrkischen Beh\u00f6rden und die an den Armeniern  begangenen Verbrechen informiert war.<\/p>\n<p>Dank der Pr\u00e4senz von langj\u00e4hrigen Mitarbeitern der von Lepsius ins Leben  gerufenen \u201eDeutschen Orient-Mission\u201c sind die dortigen Ereignisse im  V\u00f6lkermordjahr 1915 gut dokumentiert: Der Leiter des Spitals, der  Deutschschweizer Jakob K\u00fcnzler (1871-1949), ver\u00f6ffentlichte neben  zahllosen Artikeln zwei Erinnerungsb\u00fccher (1921, 1930) \u00fcber seine  drei\u00dfigj\u00e4hrige Dienstzeit in Urfa\u00a0<a name=\"href_col_b_3\" href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/urfa.php?locale=de#col_b_3\"><sup>(3)<\/sup><\/a>.  Bruno Eckart, der Leiter der Teppichfabrik, ver\u00f6ffentlichte 1922 \u201eMeine  Erlebnisse in Urfa\u201c. Darin schildert er den Ablauf der Belagerung des  Armenierviertels, bei der sich Deutsche auf beiden Seiten der Barrikade  befanden: Graf Wolffskeel (\u201eGraf W.\u201c) auf der Seite der t\u00fcrkischen  Angreifer, die Missionsangeh\u00f6rigen aber auf der Seite der Belagerten und  Bedr\u00e4ngten. Das Krankenhaus des Armenierhilfswerks in Urfa blieb bis  zum Ende des 1. Weltkrieges unter der Leitung der Deutschen  Orient-Mission und wurde anschlie\u00dfend als \u201eSchweizer Spital\u201c bis zu  seiner Aufl\u00f6sung 1922 als schweizerische Einrichtung fortgef\u00fchrt,  namentlich von philantropischen Kreisen in Basel.<\/p>\n<div style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/images\/jakob_kuenzler.jpg\" alt=\"Jakob K\u00fcnzler und seine Ehefrau Elisabeth\" width=\"400\" height=\"280\" align=\"middle\" \/><span style=\"color: #888888;\">Jakob K\u00fcnzler und seine Ehefrau Elisabeth<\/span><\/div>\n<div style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #888888;\"><br \/>\n<\/span><\/div>\n<p style=\"text-align: left;\">In der Schweizerischen Landesbibliothek \u00fcberdauerte als Maschinenschrift ein Tagebuch von Gertrud Vischer-Oeri\u00a0<a name=\"href_col_b_4\" href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/urfa.php?locale=de#col_b_4\"><sup>(4)<\/sup><\/a>,  der Frau des Basler Missionsarztes Dr. Andreas Vischer, der so wie  K\u00fcnzler im Dienst der Deutschen Orient-Mission stand und diesen im  Sommer 1919 w\u00e4hrend K\u00fcnzlers einj\u00e4hrigem Schweizaufenthalt in Urfa  abl\u00f6ste und 1921 \u00fcber seine Erfahrungen berichtete\u00a0<a name=\"href_col_b_5\" href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/urfa.php?locale=de#col_b_5\"><sup>(5)<\/sup><\/a>.   Die Aufzeichnungen seiner Frau decken den Zeitraum zwischen dem 11.  August 1919 und dem 23. Juni 1920 ab: den Wechsel der britischen durch  die franz\u00f6sische Besatzung, die fast zweimonatige Belagerung der  Franzosen in Urfa, ihre Kapitulation und weitestgehende Massakrierung.  Mit der Ausweisung der letzten  Christen aus Urfa endet G. Vischer-Oeris  Bericht. Es ist jener Abschnitt in der Stadtgeschichte, auf den sich  der nationalistische Ehrenname Sanliurfa 1983 bezieht. Der Schweizer  Historiker Hans-Lukas Kieser schrieb \u00fcber die Aufzeichnungen des  Ehepaares Vischer: \u201eSie zeigen, was in solchen F\u00e4llen niemanden  \u00fcberrascht, Realit\u00e4ten, die dem nationalen Heldenmythos nicht  schmeicheln. Das Hauptergebnis des identit\u00e4tsstiftenden  \u201aBefreiungskrieges\u2019 war die endg\u00fcltige Ausschlie\u00dfung der  nichtmuslimischen Gruppen aus Urfa und fast ganz Anatolien sowie die  Durchsetzung eines bis heute konflikttr\u00e4chtigen, monoethnisch  begr\u00fcndeten Nationalismus.\u201c\u00a0<a name=\"href_col_b_6\" href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/urfa.php?locale=de#col_b_6\"><sup>(6)<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong>Lesen Sie weiter:<\/strong><\/p>\n<p>1) <a href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/attachments\/Kuenzler_Teil_1.pdf\" target=\"_blank\">Jakob K\u00fcnzler: Berichte aus Urfa (1900-1906)<\/a><br \/>\n2) <a href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/attachments\/Bruno_Eckart-Meine_Erlebnisse_in_Urfa.pdf\" target=\"_blank\">Bruno Eckart &#8211; Meine Erlebnisse in Urfa &#8211; 1922<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/attachments\/Bruno_Eckart_Meine_Erlebnisse_in_Urfa_Transkript.pdf\" target=\"_blank\">Bruno Eckart &#8211; Meine Erlebnisse in Urfa -Transkript mit Glossar<\/a><br \/>\n3) <a href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/erinnerungen_an_urfa.php?locale=de\" target=\"_blank\">Gertrud Vischer-Oeri: Erinnerungen an Urfa<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/p>\n<p>quelle: <a href=\"http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/urfa.php?locale=de\" target=\"_blank\">http:\/\/www.aga-online.org\/texts\/urfa.php?locale=de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; An der Kreuzung alter Landhandelsrouten und in einer fruchtbaren Ebene gelegen, blickt die biblische nordmesopotamische Stadt mit den vielen Namen auf eine wechselvolle Geschichte in vier Jahrtausenden zur\u00fcck. 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