{"id":27932,"date":"2016-06-13T17:21:45","date_gmt":"2016-06-13T15:21:45","guid":{"rendered":"http:\/\/norkhosq.net\/?p=27932"},"modified":"2016-06-13T17:24:53","modified_gmt":"2016-06-13T15:24:53","slug":"zu-einer-entschuldigung-reichte-es-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/norkhosq.net\/?p=27932","title":{"rendered":"Zu einer Entschuldigung reichte es nicht"},"content":{"rendered":"<div>\n<figure style=\"width: 467px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/c3445010.r10.cf0.rackcdn.com\/landscape_image\/10138\/big_ba28ed755c.jpeg\" alt=\"deutscher-bundestag t\u00fcrkei armenien\" width=\"467\" height=\"288\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bundesarchiv_DVM_10_Bild-23-61-09<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Deutsche Bundestag hat am 2. Juni 2016 den Resolutionsentwurf  zum V\u00f6lkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in  den Jahren 1915 und 1916 verabschiedet. Viele haben diese Entscheidung  begr\u00fc\u00dft. Das Wichtigste an ihr d\u00fcrfte indes sein, dass sich die  Volksvertretung gegen die Regierung behauptet hat. Denn die ist eher  \u00e4ngstlich um Appeasement beim alten Waffenbruder bem\u00fcht.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: left;\">\n<p><a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/helmut-donat\/11028-nach-der-bundstagsresolution-zu-armenien#\"><\/a>Der Deutsche Bundestag hat am 2. Juni 2016 mit einer Gegenstimme  und einer Enthaltung den Resolutionsentwurf \u201eErinnerung und Gedenken an  den V\u00f6lkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in  den Jahren 1915 und 1916\u201c verabschiedet. Viele haben danach die  Entscheidung des Parlamentes begr\u00fc\u00dft. Das Wichtigste an ihr  beziehungsweise ihr bleibender Wert d\u00fcrfte sein, dass sich die  Volksvertretung gegen die Regierung behauptet hat.<!--more--><\/p>\n<\/div>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Warum haben nur M\u00e4nner geredet?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Debatte vor der Abstimmung hat eine Stunde gedauert. Geredet  haben nur M\u00e4nner, die Frauen durften zuh\u00f6ren und schweigen. Das war  keineswegs nur ein Formfehler. Zahllose Frauen sind 1915\/16 und sp\u00e4ter  vergewaltigt, misshandelt, auf grausame Weise in den Tod getrieben und  zwangsislamisiert worden. Auch bei der Paraphrasierung des Genozids  durch \u201eMassaker\u201c und \u201eVertreibungen\u201c bleiben regelm\u00e4\u00dfig die  geschlechtsspezifischen Verbrechen an Armenierinnen ungenannt und werden  auch von den meisten m\u00e4nnlichen armenischen Wortf\u00fchrern nicht  thematisiert: sexualisierte Folter und Gewalt, Versklavung, Zwangs- und  Hungerprostitution, unter anderem mit dem Ergebnis massenhafter  Durchseuchung der \u00dcberlebenden mit Geschlechtskrankheiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Warum kam zum Beispiel die CDU-Bundestagsabgeordnete  Erika Steinbach nicht zu Wort? Sie war die Einzige, die Tacheles  geredet hat \u2013 und daf\u00fcr von Merkel abgekanzelt worden ist. Im letzten  Jahr hatte Frau Steinbach den Bundesau\u00dfenminister Frank-Walter  Steinmeier, der aus R\u00fccksicht auf die T\u00fcrkei damals das Wort  \u201eV\u00f6lkermord\u201c vermeiden wollte, auf eine Ebene mit Kaiser Wilhelm II.  gestellt. Und warum wurde die Genozidforscherin Prof. h.c. Dr. Tessa  Hofmann nicht gebeten? Sie hat seit Ende der 1970er Jahre mehr getan zur  Aufkl\u00e4rung \u00fcber den V\u00f6lkermord an den christlichen Minderheiten im  Osmanischen Reich und unter Mustafa Kemal \u201eAtat\u00fcrk\u201c als alle  Bundesregierungen zusammen. Die Schlachtschiffe aus Kaisers Zeiten,  Symbole der Waffenbr\u00fcderschaft zwischen Deutschem Reich und Hoher Pforte  \u2013 sind sie wirklich noch in den K\u00f6pfen der politischen  Entscheidungstr\u00e4ger der heutigen Bundesrepublik?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zu Recht vertritt die \u201eArbeitsgruppe Anerkennung (AGA)  e.V.\u201c, dass der Bundestag sich hinter der Meinung Dritter verschanzt  habe, \u201estatt eine eigene Bewertung\u201c \u00fcber die \u201ean den osmanischen  Christen\/innen begangenen Verbrechen vorzunehmen.\u201c Auch lehnt die AGA  die vom Bundestag vertretene \u201eOpferhierarchie\u201c ab, zumal die zwischen  1912 und 1922 ermordeten griechisch-orthodoxen Christen, allein hier  sind \u00fcber eine Million Tote zu beklagen, nicht als eigene Gruppe,  sondern nur unter \u201eferner liefen\u201c genannt sind. Geradezu demonstrativ  blieben die Pl\u00e4tze der Bundeskanzlerin, des Vizekanzlers und des  Au\u00dfenmisters w\u00e4hrend der Debatte leer. Angela Merkel hatte Wichtigeres  zu tun, war auf dem MINT-Gipfel mit der  \u201edigitalen Spaltung\u201c der Gesellschaft befasst. Der Vizekanzler redete  sich mit einem wichtigen Termin bei der Bauindustrie heraus.  Frank-Walter Steinmeier traf derweil in Buenos Aires Opfer der  Milit\u00e4rdiktatur; sie liegen ihm offenbar mehr am Herzen als jene Opfer,  f\u00fcr die Deutschland mitverantwortlich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Verhalten der Regierungsspitze war einer V\u00f6lkermord-Debatte nicht  w\u00fcrdig \u2013 eine politische Unreife, die genau an das erinnert, was  Armenier seit langem, inzwischen aber auch viele Deutsche beklagen.  Statt sich der Verantwortung zu stellen, schl\u00e4gt man sich in die B\u00fcsche  und handelt damit nicht viel besser als fr\u00fchere deutsche Regierungen:  feige und herzlos. \u00c4hnlich sieht es <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/daniyel-demir\/11016-nach-dem-voelkermord-votum-des-bundestages\">Daniyel Demir<\/a>,  der Bundesvorsitzende der Aram\u00e4er in Deutschland, der von der  Bundesregierung nun fordert, \u201esich auf die Seite der Opfer zu stellen \u2013  und nicht auf die Seite der t\u00fcrkischen Regierung, die sich hartn\u00e4ckig  weigert, Verantwortung f\u00fcr ihre Geschichte zu \u00fcbernehmen.\u201c Die vielen  Deutschen, die nach einer j\u00fcngsten Umfrage zu 74 Prozent daf\u00fcr sind, den  V\u00f6lkermord an den Armeniern anzuerkennen, haben offenbar mehr aus der  Geschichte gelernt als die Regierenden. Wenn deren Umgang mit deutscher  Schuld Schule macht \u2013 Pegida und AfD lassen gr\u00fc\u00dfen \u2013, k\u00f6nnen wir uns in  diesem Lande noch auf einiges gefasst machen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Deutsche Mitverantwortung<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Noch in einem anderen Punkt kann sich der Bundestag nicht aus der  Verantwortung stehlen. Kein Abgeordneter hat es als seine Pflicht  betrachtet, sieht man einmal von Gregor Gysis kurzem Hinweis ab, die  Regierungsspitze zeige sich \u201enicht gerade mutig\u201c, das besch\u00e4mende und  skandal\u00f6se Fernbleiben deutlich beim Namen zu nennen und anzuprangern.  Eine solche Fehlleistung wirkt vor dem Hintergrund des Versprechens, ein  Menschheitsverbrechen, an dem die deutsche Politik nicht unbeteiligt  gewesen ist, anzuerkennen, nicht gerade ermutigend. H\u00e4tte auch nur eine  Abgeordnete oder ein Abgeordneter das Fehlen der deutschen  Regierungsspitze bei der Debatte mit wenigen, aber klaren Worten  verurteilt und sich Geh\u00f6r verschafft, so w\u00e4re ihr\/ihm f\u00fcr ihre\/seine  Courage zu danken. Aber man schwieg offenbar lieber, als sich unbeliebt  zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Deutschland h\u00e4tte \u2013 nicht zuletzt weil es, gest\u00fctzt auf seinen  Eroberungs- und Siegeswillen, aus B\u00fcndnistreue zum Osmanischen Reich  schlimmste Verbrechen hinnahm \u2013 allen Grund gehabt, sich bereits in den  Jahren nach 1918 von den Armeniermorden zu distanzieren und zuzugeben,  dass es sie nicht nur aus politischen Gr\u00fcnden zulie\u00df, sondern dass das  kaiserliche Regime sp\u00e4testens von dem Moment an eine direkte und  unmittelbare Mitschuld traf, als deutsche offizielle Organe sich  ausdr\u00fccklich an der Entfesselung des \u201eHeiligen Krieges\u201c der Moslems mit  beteiligten. \u201eHeiliger Krieg\u201c ist im Islam gleichbedeutend mit der  Niedermetzelung und Ausrottung der Christen, und allzu oft sind die  blutigen Folgen zu beklagen. Aber davon hat im Bundestag kein  Abgeordneter gesprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wer sich so wie die Kanzlerin und ihr Au\u00dfenminister, beide seit 2015  die treibenden Kr\u00e4fte gegen die legislative Verwendung des Begriffes  V\u00f6lkermord, aus dem Staub macht, offenbart ein Verhalten, das sich  sp\u00e4testens seit 1914 tief in den Charakter deutscher Politiker  eingefressen hat und keineswegs \u00fcberwunden ist. Gemeint ist ein hoher  Grad politischer Infantilit\u00e4t, der immer dann sichtbar wird, wenn es  darum geht, eigene Schuld zu bekennen und die Folgen f\u00fcr verbrecherische  Taten auf sich zu nehmen. Wie nach 1918, so trugen auch nach 1945  beziehungsweise 1949 viele Verantwortliche in Politik, Wirtschaft,  Milit\u00e4r, Verwaltung und Geistesleben eine Reuelosigkeit und  Unbu\u00dffertigkeit zur Schau, die beispiellos sein d\u00fcrfte. Ausnahmen von  diesem stillverschweigenden Einverst\u00e4ndnis der Mehrheit sind in  pazifistischen und kirchlichen Kreisen, zum Beispiel beim <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/glauben\/grundlagen\/stuttgarter_schulderklaerung.html\">Stuttgarter Schuldbekenntnis<\/a> zu finden. Statt Einsicht zu zeigen, die Politik auf eine neue ethische  Grundlage zu stellen oder einfach nur Gutes zu tun, machte man andere  f\u00fcr Not und Elend verantwortlich, nur nicht sich selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wer versucht, die halbe Welt und mehr zu erobern, hat, wenn es  schiefgegangen ist, f\u00fcr die Folgen gerade zu stehen. Alles andere ist  politisch unreif und nicht erwachsen. Dazu z\u00e4hlt der Versuch, die  eigenen S\u00fcnden beiseitezuschieben, sie zu bagatellisieren, zu  verschweigen, anderen anzulasten, wegzul\u00fcgen oder sich gar als Opferlamm  darzustellen. Hierzu geh\u00f6rt auch, dass die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit  deutscher Medien von der \u201eArmenienresolution\u201c spricht statt von einer  Resolution zur Anerkennung des Genozids an den Armeniern beziehungsweise  an den osmanischen Christen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Wie weit geht das Mitgef\u00fchl?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit welchen Fragezeichen man in Deutschland von einer wirklich  entwickelten politischen Kultur sprechen kann, macht auch der Umstand  deutlich, dass kein Abgeordneter, keiner der Redner daran gedacht hat,  sich bei den zahlreich anwesenden Nachfahren der Opfer zu entschuldigen  und um Vergebung zu bitten. Offenbar geht das Mitgef\u00fchl nicht weit  genug, um auf einen solchen Gedanken zu kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In Dinant, einer belgischen Stadt, an den Ufern der Maas gelegen,  haben deutsche Truppen 1914 \u2013 wie auch in anderen Orten der Umgegend \u2013  bis dahin unvorstellbare Grausamkeiten begangen. \u00dcber 650 Unschuldige  aller Altersstufen sind hier einem Massaker zum Opfer gefallen. In ganz  Belgien haben deutsche Soldaten im August und September 1914 \u00fcber 6.000  Menschen, obwohl man wusste, dass sie unschuldig waren, zur \u201eWarnung\u201c  f\u00fcr andere hingerichtet, St\u00e4dte und D\u00f6rfer zur \u201eAbschreckung\u201c oder S\u00fchne  niedergebrannt, Frauen und Kinder als Geiseln erschossen und Kirchen  gesch\u00e4ndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Fragt man nach der Verantwortlichkeit f\u00fcr den Genozid an den  Armeniern, wird man nicht au\u00dfer achtlassen d\u00fcrfen, dass das Beispiel  Belgien \u2013 wie der Schweizer Historiker Samuel Zurlinden schreibt \u2013 \u201eauf  die T\u00fcrken anfeuernd und aufmunternd wirken musste\u201c. Was in Armenien  geschah, so Zurlinden weiter, \u201eist nichts anderes als preu\u00dfischer  Militarismus, ins T\u00fcrkische \u00fcbersetzt. Zum Pr\u00e4ventivkrieg der Deutschen  und den Pr\u00e4ventivstrafgerichten in Belgien kam das Pr\u00e4ventivmassacre in  Armenien, denn auch dieses Blutbad sollte ja ausgesprochenerma\u00dfen eine  \u201aVorbeugungsma\u00dfregel\u2018 sein, daneben allerdings auch Racheakt.\u201c Auf  solche Darlegungen \u00fcber die Verheerung Europas durch den  preu\u00dfisch-deutschen Militarismus, der durch seinen \u201eGriff nach der  Weltmacht\u201c es den Jungt\u00fcrken erm\u00f6glichte, die M\u00e4chte des religi\u00f6sen  Fanatismus und des Militarismus zu entfesseln und sich auf die  kampfunf\u00e4hige Masse der armenischen Zivilbev\u00f6lkerung zu st\u00fcrzen, um sie  zu vernichten, wartete man vergeblich. Es handelte sich nicht nur um die  gr\u00f6\u00dfte Christenverfolgung der Weltgeschichte, es war auch ein Verrat  der deutschen zivilen und milit\u00e4rischen Reichsf\u00fchrung sowie der  deutschen Kirchen an den christlichen Br\u00fcdern, den Armeniern, Aram\u00e4ern  und anderen christlichen Minderheiten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Es h\u00e4tte kein Kniefall sein m\u00fcssen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Am 6. Mai 2001, 87 Jahre nach den grausamen Ereignissen, denen ein  Drittel der Einwohner zum Opfer fielen, hielt der Parlamentarische  Staatssekret\u00e4r beim Bundesminister der Verteidigung, Walter Kolbow, eine  bemerkenswerte Rede. \u201eNun k\u00f6nnte man sagen\u201c, f\u00fchrte er aus, \u201eda\u00df dies  alles doch schon so lange zur\u00fcckliege. Das mag zwar sein. Aber es ist  bis heute nicht vergeben. Und zwar sicherlich auch deshalb nicht, weil  niemand Sie bisher um Vergebung gebeten hat. Das ist der Grund, warum  ich heute hier bin. Ich m\u00f6chte Sie alle bitten, das von Deutschen in  Ihrem Lande damals begangene Unrecht zu vergeben \u2026 Krieg, Gewalt und  Verherrlichung von Gewalt k\u00f6nnen die Menschen verrohen und Taten  hervorbringen, die unter moralischen und ethischen Kriterien nur  verabscheut werden k\u00f6nnen \u2026 Eine Politik, die sich den Frieden der  V\u00f6lker und die Wahrung der Menschenrechte zum Ziel gesetzt hat, mu\u00df auf  Moral, Ethik und Gerechtigkeit aufbauen. Gerechtigkeit schafft Frieden.  Das setzt aber voraus, geschehenes Unrecht beim Namen zu nennen, es  nicht zu verleugnen und um Vergebung zu bitten. Dieses tue ich hier und  heute aus tiefer innerer \u00dcberzeugung. \u2013 Vergeben hei\u00dft nicht vergessen.  Die Erinnerung an Schuld hilft, die Gegenwart und die Zukunft in  Verantwortung f\u00fcr den Frieden zu gestalten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Solche oder \u00e4hnliche Worte waren in der Bundestagsdebatte vom 2. Juni  2016 nicht zu h\u00f6ren. Dabei w\u00e4re es ein Leichtes gewesen, den anwesenden  Erzbischof der Di\u00f6zese der Armenischen Kirche in Deutschland Karekin  Bekdjian anzusprechen, auf ihn zuzugehen und ihn um Vergebung zu bitten.  Es sei an dieser Stelle an den weltweit Aufsehen erregenden Kniefall  von Willy Brandt am 7. Dezember 1970 am Ehrenmal des Warschauer Ghettos  erinnert \u2013 eine Demutsgeste, die man in anderer Weise, aber mit  \u00e4hnlicher Wirkung h\u00e4tte einnehmen k\u00f6nnen, ja m\u00fcssen. Dass es nicht  geschehen ist, l\u00e4sst sich nicht wiedergutmachen. Und so f\u00e4llt auf die  Debatte ein schwerer Makel, der nicht mehr wegzuwischen, allenfalls  abzumildern ist, wenn das Parlament mit einem besonderen Akt nachholt,  was es vers\u00e4umt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Abgeordnete, aber auch andere Personen, die in diesem Sinne etwas  tun wollen, seien auf die \u00d6kumenische Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr Genozidopfer im  Osmanischen Reich e.V. auf dem Ev. Luisenkirchhof III  in Berlin-Charlottenburg hingewiesen. Diese Gedenkst\u00e4tte sollte als  \u00f6ffentliches Denkmal anerkannt werden. www.genozid-gedenkstaette.de<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Lesen Sie weitere Meinungen aus dieser Debatte von: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/martin-valdes-stauber\/11029-wahlkampfauftakt-zu-den-neuwahlen-in-spanien\">Martin  Vald\u00e9s-Stauber<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/martin-schulz\/11032-reaktion-auf-verbalattacken-erdogans\">Martin Schulz<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/leon-kohl\/11023-eu-referendum\">Leon Kohl<\/a>.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">von <a title=\"Helmut Donat\" href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/helmut-donat\">Helmut Donat<\/a> 08.06.2016<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/helmut-donat\/11028-nach-der-bundstagsresolution-zu-armenien\" target=\"_blank\">http:\/\/www.theeuropean.de\/helmut-donat\/11028-nach-der-bundstagsresolution-zu-armenien<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutsche Bundestag hat am 2. 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