{"id":28223,"date":"2016-10-22T14:09:34","date_gmt":"2016-10-22T12:09:34","guid":{"rendered":"http:\/\/norkhosq.net\/?p=28223"},"modified":"2016-10-22T14:09:55","modified_gmt":"2016-10-22T12:09:55","slug":"%c2%abdas-fuhrt-an-die-schwelle-des-dritten-weltkriegs%c2%bb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/norkhosq.net\/?p=28223","title":{"rendered":"\u00abDas f\u00fchrt an die Schwelle des dritten Weltkriegs\u00bb"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"margin-left: 5px; margin-right: 5px;\" src=\"http:\/\/files.newsnetz.ch\/upload\/\/9\/7\/97813.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"164\" \/>Welche Aussenpolitik w\u00fcrde Hillary Clinton als US-Pr\u00e4sidentin  verfolgen? Antworten liefert ein Strategiepapier eines Thinktanks.  Experte G\u00fcnter Meyer hat es analysiert.<\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Der Thinktank Center for a New American Security (CNAS) erarbeitete ein <a href=\"https:\/\/www.cnas.org\/publications\/reports\/extending-american-power-strategies-to-expand-u-s-engagement-in-a-competitive-world-order\" target=\"_blank\">Strategiepapier<\/a> zur St\u00e4rkung der amerikanischen Macht in der Welt. Wer steckt hinter dem CNAS? Und welche Interessen verfolgt er?<\/strong><br \/>\nDiese \u00abDenkfabrik\u00bb ist politisch \u00e4usserst einflussreich. Sie steht der  Demokratischen Partei nahe, arbeitet aber auch mit Republikanern  zusammen. Das CNAS hat sich in der Vergangenheit vor allem f\u00fcr eine  effizientere milit\u00e4rische Interventionspolitik und eine St\u00e4rkung der  R\u00fcstungsindustrie sowie gegen eine K\u00fcrzung des Verteidigungsbudgets  ausgesprochen. <!--more-->Deshalb ist nicht \u00fcberraschend, dass die  R\u00fcstungsindustrie zu den Hauptgeldgebern der Denkfabrik geh\u00f6rt. Dies ist  ein Musterbeispiel f\u00fcr die Verkn\u00fcpfung des milit\u00e4risch-industriellen  Komplexes mit den regierenden Politikern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/files.newsnetz.ch\/upload\/\/9\/7\/97789.jpg\" alt=\"\" width=\"432\" height=\"288\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>In einer Clinton-Administration k\u00f6nnte sie Verteidigungsministerin  werden: Michele Flournoy, Chefin des Thinktanks Center for a New  American Security.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Geleitet wird der Thinktank von Michele Flournoy, einer  ehemaligen Staatssekret\u00e4rin f\u00fcr Verteidigung. Sie hat nicht nur eng mit  US-Pr\u00e4sident Barack Obama zusammengearbeitet, sondern gilt auch als  aussichtsreichste Kandidatin f\u00fcr das Amt des Verteidigungsministers,  falls Hillary Clinton zur Pr\u00e4sidentin  gew\u00e4hlt wird. Neben Flournoy geh\u00f6ren hochrangige und teilweise  neokonservative Verteidigungs- und Sicherheitsexperten zu den Autoren  des Strategiepapiers.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Beim Wechsel einer  US-Administration bringen sich verschiedenste Thinktanks mit ihren  Vorschl\u00e4gen in Position. Warum soll das Papier des CNAS eine  herausragende Bedeutung f\u00fcr Hillary Clinton haben?<\/strong><br \/>\nDas Konzept tr\u00e4gt den programmatischen Titel: \u00abSt\u00e4rkung der  amerikanischen Macht. Strategien zur Ausweitung des US-Engagements in  einer hart umk\u00e4mpften Weltordnung\u00bb. Mit dieser Zielsetzung ist es  Clinton bereits gelungen, zahlreiche Neokonservative aus dem Lager der  Republikaner auf ihre Seite zu ziehen. Abgesehen von den engen  pers\u00f6nlichen Beziehungen zwischen der Pr\u00e4sidentschaftskandidatin und den  Autoren, setzt das Papier die Politik des milit\u00e4rischen  Interventionismus fort, die Clinton bisher vertreten hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>K\u00f6nnen Sie ein paar Beispiele nennen?<\/strong><br \/>\nClinton hat 2003 die v\u00f6lkerrechtswidrige Invasion im Irak zum Sturz von  Saddam Hussein und zur Sicherung des dortigen Erd\u00f6ls f\u00fcr US-Konzerne  nachdr\u00fccklich bef\u00fcrwortet. Ergebnis der milit\u00e4rischen Intervention: mehr  als 100\u2019000 Tote, ein im B\u00fcrgerkrieg versinkendes Land und die  Entstehung des IS. Als Aussenministerin gab Clinton den Ausschlag daf\u00fcr,  dass Obama dem Angriff auf Libyen zugestimmt hat, um auch dort einen  Regimewechsel gewaltsam durchzusetzen. Das Resultat ist ein  gescheiterter Staat ohne baldige Aussicht auf eine politische  Stabilisierung. Ehe Clinton 2012 aus ihrem Amt ausschied, heizte sie den  Aufstand gegen Bashar al-Assad in Syrien durch verdeckte Aktionen gegen  das Regime an.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00abDie USA sollen mehr Luftangriffe durchf\u00fchren, um wichtige IS-Ziele zu vernichten.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In  ihren bei Wikileaks ver\u00f6ffentlichten E-Mails erkl\u00e4rt sie den Sturz von  Assad als beste M\u00f6glichkeit, um Israel zu helfen. Dabei wurde sogar die  Ausbreitung der jihadistischen Extremisten des sp\u00e4teren Islamischen  Staates (IS) begr\u00fcsst, wie die auf gerichtliche Anordnung  ver\u00f6ffentlichten Dokumente des milit\u00e4rischen Geheimdienstes DIA belegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Diese Interventionspolitik hat vor allem neue Probleme verursacht. W\u00fcrde eine Pr\u00e4sidentin Clinton trotzdem daran festhalten?<\/strong><br \/>\nAus dem Scheitern dieser milit\u00e4rischen Interventionen, um den Sturz  missliebiger Herrscher zu erzwingen, hat Clinton offenbar die Konsequenz  gezogen, dass in Zukunft die \u00dcberlegenheit der US-Streitkr\u00e4fte noch  wesentlich massiver zum Einsatz kommen muss, um aussenpolitische Ziele  zu erreichen. Das belegen viele ihrer \u00c4usserungen im Wahlkampf, und  genau diese Linie vertritt auch das Strategiepapier.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Das  CNAS-Papier bezeichnet die USA als wichtigsten Sicherheitsgaranten in  Europa, S\u00fcdostasien und im Nahen Osten. Und es betont die Notwendigkeit  von milit\u00e4rischer Aufr\u00fcstung und Abschreckung. Welche  sicherheitspolitischen Folgen h\u00e4tte die Umsetzung dieses  Strategiepapiers?<\/strong><br \/>\nDie USA werden hier als Verteidiger der liberalen Weltordnung  dargestellt. Ein st\u00e4rkeres und einflussreicheres Amerika wird  innenpolitisch als Voraussetzung daf\u00fcr erkl\u00e4rt, dass es dem  Durchschnittsamerikaner besser geht. Aussenpolitisch k\u00f6nnen dagegen die  Konflikte mit aufsteigenden und etablierten M\u00e4chten nur durch die  St\u00e4rkung der milit\u00e4rischen Abschreckung sowie die Erweiterung regionaler  B\u00fcndnisse und Sicherheitspartnerschaften einged\u00e4mmt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" src=\"http:\/\/files.newsnetz.ch\/upload\/\/9\/7\/97807.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"335\" \/><em>Politik  der Aufr\u00fcstung und Abschreckung gegen\u00fcber Russland: Nato-Gross\u00fcbung  \u00abAnaconda\u00bb im vergangenen Juni in Polen. Foto: Keystone<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das  bedeutet nicht nur ein h\u00f6heres Verteidigungsbudget der USA. Es  schliesst auch die Forderung nach wesentlich h\u00f6heren  Verteidigungsausgaben der Verb\u00fcndeten mit ein. Stillschweigend verbirgt  sich dahinter die Annahme, dass die leistungsf\u00e4higsten Waffensysteme  vorwiegend bei der US-R\u00fcstungsindustrie gekauft werden m\u00fcssen. Erw\u00e4hnt  wird auch nicht, dass eine solche Politik zwangsl\u00e4ufig zu steigenden  Spannungen, gegenseitiger Bedrohung und einem beispiellosen nicht nur  konventionellen, sondern auch nuklearen R\u00fcstungswettlauf f\u00fchren wird:  Gigantische Ressourcen werden f\u00fcr die Aufr\u00fcstung verschleudert, die f\u00fcr  die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der L\u00e4nder dringend ben\u00f6tigt  werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>In Osteuropa droht eine versch\u00e4rfte  Konfrontation mit Russland. Das Baltikum oder auch Polen sollen mit  substanzieller Unterst\u00fctzung der Nato weiter aufger\u00fcstet werden. Die  Ukraine soll milit\u00e4risch unterst\u00fctzt und st\u00e4rker in den Westen  eingebunden werden. Das wird sich Russland kaum bieten lassen. Welche  Szenarien sehen Sie f\u00fcr die Grenzstaaten der fr\u00fcheren Sowjetunion?<\/strong><br \/>\nDem Strategiepapier zufolge wird Europa vor allem durch die Aggression  Russlands und dessen wachsende Bereitschaft bedroht, Invasionen in den  Nachbarstaaten durchzuf\u00fchren. Auch diese L\u00e4nder sollen nicht nur  milit\u00e4risch aufr\u00fcsten. Damit verbunden sind Sicherheitsgarantien der  Nato, die dort noch mehr Truppen stationieren und Man\u00f6ver durchf\u00fchren  soll. Russland wird mit \u00e4hnlichen milit\u00e4rischen Aktionen reagieren.  Dadurch wachsen die Spannungen zwischen der Mehrheitsbev\u00f6lkerung in den  baltischen Staaten und den russischen Minderheiten. Lokale Konflikte,  bei denen Russland von der einen und die Nato von der anderen Seite zu  Hilfe gerufen wird, k\u00f6nnen hier zu einer direkten milit\u00e4rischen  Konfrontation zwischen der westlichen Allianz und der Russischen  F\u00f6deration f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00abTrotz Nuklearvertrag kann der Iran keinerlei Entgegenkommen der USA erwarten.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>W\u00fcrde eine US-Politik der milit\u00e4rischen Aufr\u00fcstung und Abschreckung auch von den Europ\u00e4ern mitgetragen werden?<\/strong><br \/>\nDie Forderung nach h\u00f6heren R\u00fcstungsausgaben wird von US-Seite schon  l\u00e4nger an die europ\u00e4ischen Staaten, gerade auch an die deutsche  Regierung gerichtet. Abgesehen von Grossbritannien und Frankreich, die  sich ohnehin schon milit\u00e4risch sehr stark an der Seite der USA  engagieren, stiess die massive Aufr\u00fcstung und eine Ausweitung der  milit\u00e4rischen Eins\u00e4tze bei den meisten europ\u00e4ischen Regierungen auf  erheblichen Widerstand. Sie werden aber kaum vermeiden k\u00f6nnen, nach  einer Erh\u00f6hung des politischen Drucks aus Washington zumindest teilweise  den amerikanischen Forderungen nachzukommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Explosiv  ist die Lage vor allem im Nahen Osten, wo Russland mit milit\u00e4rischer  H\u00e4rte Diktator Assad an der Macht zu halten versucht. Falls die USA  Assad absetzen wollen, oppositionelle Kr\u00e4fte unterst\u00fctzen und allenfalls  einen verdeckten Krieg f\u00fchren m\u00f6chten, droht eine direkte Konfrontation  mit Russland. W\u00fcrde eine Pr\u00e4sidentin Clinton dies riskieren?<\/strong><br \/>\nClinton hat immer wieder betont, dass sie eine h\u00e4rtere Gangart gegen  Assad einschlagen will. W\u00e4hrend Obama gerade die Einrichtung einer  Flugverbotszone in Syrien entschieden abgelehnt hat, wird von Clinton  nach wie vor die Einrichtung einer Flugverbotszone gefordert. Dazu ist  die Zerst\u00f6rung der syrischen Luftwaffenbasen durch Marschflugk\u00f6rper  geplant. Nachdem Russland inzwischen zahlreiche Abwehrsysteme gegen  ballistische Raketen in Syrien installiert hat, w\u00fcrde diese milit\u00e4rische  Intervention der USA unvermeidlich zu einer direkten milit\u00e4rischen  Konfrontation der beiden Nuklearm\u00e4chte f\u00fchren. Ob Clinton dies  tats\u00e4chlich in Kauf nehmen wird oder nur blufft, bleibt abzuwarten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" src=\"http:\/\/files.newsnetz.ch\/upload\/\/9\/7\/97811.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"432\" height=\"328\" \/><em>H\u00e4rtere  Gangart gegen\u00fcber dem syrischen Regime und damit versch\u00e4rfte Spannungen  mit Russland: Diktator Bashar al-Assad und Pr\u00e4sident Wladimir Putin bei  einem Treffen in Moskau. Foto: Reuters<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine weitere  Forderung des CNAS-Papiers bezieht sich auf die Priorit\u00e4t der  Bewaffnung, Ausbildung und den Schutz der moderaten Oppositionellen.  Dass dieser Ansatz unter Obama bereits kl\u00e4glich gescheitert ist und im  Endeffekt nur die jihadistischen Extremisten gest\u00e4rkt hat, wird hier  ignoriert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Die Vernichtung des IS ist ein vorrangiges Ziel der US-Politik. Wie soll das erreicht werden?<\/strong><br \/>\nDer Kampf der Anti-IS-Allianz soll auf globaler Ebene durch  milit\u00e4rische, geheimdienstliche, juristische, finanzielle und  diplomatische Bem\u00fchungen wesentlich verst\u00e4rkt werden. Die USA sollen  deshalb mehr Luftangriffe durchf\u00fchren und die Zahl ihrer Spezialkr\u00e4fte  erh\u00f6hen, um wichtige IS-Ziele zu vernichten. Die mit al-Qaida verb\u00fcndete  Nusra-Front\/Eroberungsfront wird hier nicht einmal erw\u00e4hnt.  Ber\u00fccksichtigt werden ebenso wenig die islamistischen Milizen, die von  Saudiarabien, Katar und der T\u00fcrkei unterst\u00fctzt werden. Sie unterscheiden  sich in ihren ideologischen Zielsetzungen und der Brutalit\u00e4t ihres  Vorgehens kaum vom IS, werden aber von den USA mit R\u00fccksicht auf ihre  Verb\u00fcndeten als gem\u00e4ssigte Rebellen deklariert, denen bei ihrem Kampf  gegen Assad geholfen werden soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Welche Folgen hat das CNAS-Papier f\u00fcr die ohnehin bestehenden Spannungen zwischen den Regionalm\u00e4chten Saudiarabien und Iran?<\/strong><br \/>\n\u00abWenn ich Pr\u00e4sidentin bin, werden wir den Iran angreifen\u00bb, der eine  \u00abexistenzielle Bedrohung f\u00fcr Israel\u00bb darstellt. In \u00dcbereinstimmung mit  dieser Wahlkampfaussage von Clinton stellt das Strategiepapier einen  umfangreichen Forderungskatalog von politischen, wirtschaftlichen und  milit\u00e4rischen Massnahmen gegen den Iran auf, der \u00abdie Region durch  Unterst\u00fctzung von Terrorgruppen destabilisiert\u00bb. Trotz des  Nuklearvertrags darf der Iran keinerlei Entgegenkommen von den USA  erwarten. Stattdessen wird mit Sanktionen und milit\u00e4rischer Abschreckung  gedroht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00abDie \u00dcberlegenheit der US-Streitkr\u00e4fte soll wesentlich massiver zum Einsatz kommen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bemerkenswert  ist die Forderung, dass den verb\u00fcndeten Golfstaaten der \u00abZugang zu  US-Verteidigungsartikeln und -dienstleistungen\u00bb nahegelegt wird, um  Teheran abzuschrecken. Hier winken riesige R\u00fcstungsauftr\u00e4ge f\u00fcr die  US-Industrie. Im Iran werden diese Bedrohungskulisse und die  gescheiterten Hoffnungen der Bev\u00f6lkerung auf die Segnungen des  Nuklearvertrags zur St\u00e4rkung der konservativen Hardliner und zum Ende  der Reformbewegung f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Ein weiterer Brennpunkt  der internationalen Politik ist S\u00fcdostasien, wo China seine Interessen  im S\u00fcdchinesischen Meer durchzusetzen versucht. Welche Politik d\u00fcrften  die Amerikaner gegen\u00fcber China verfolgen? Gibt es Ans\u00e4tze einer  einvernehmlichen Sicherheitsarchitektur in S\u00fcdostasien?<\/strong><br \/>\nAngesichts einer gigantischen Verschuldung der USA gegen\u00fcber China,  sieht das Strategiepapier eine zweigleisige Vorgehensweise vor.  Einerseits bef\u00fcrwortet es im wirtschaftlichen Interesse der USA \u00abdie  F\u00f6rderung eines friedlichen Aufstiegs von China, das in die liberale  Weltordnung integriert ist\u00bb. Andererseits werden gegen\u00fcber China, das  den gr\u00f6ssten Teil des S\u00fcdchinesischen Meeres beansprucht und dort  Korallenriffe zu Milit\u00e4rbasen ausbaut, eine verst\u00e4rkte milit\u00e4rische  Aufr\u00fcstung und Abschreckung sowie wirtschaftliche Sanktionen gefordert.  Zu diesem Zweck sollen neue Verteidigungsabkommen mit den Philippinen  und Vietnam abgeschlossen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Ein abschliessendes  Fazit: Wie wird sich die Weltpolitik ver\u00e4ndern, wenn Hillary Clinton  nach ihrem wahrscheinlichen Wahlsieg dieses Strategiepapier umsetzt? <\/strong><br \/>\nDie weltpolitischen Spannungen werden sich in einem Masse versch\u00e4rfen,  das alles in den Schatten stellt, was wir seit dem Ende des Kalten  Kriegs erlebt haben. Diese Richtschnur f\u00fcr die US-Aussenpolitik, die vor  allem auf die milit\u00e4rische \u00dcberlegenheit der USA setzt und ein  beispielloses Wettr\u00fcsten nach sich ziehen wird, f\u00fchrt an die Schwelle  des dritten Weltkriegs beziehungsweise des ersten Nuklearkriegs.  Hoffnungen auf ein Ende des Mordens in Syrien und eine Beilegung der  dortigen Stellvertreterkriege sind ebenso vergeblich wie die Erwartung  einer friedlichen Entwicklung in der Golfregion.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Das sind sehr d\u00fcstere Aussichten.<\/strong><br \/>\nEs bleibt eine kleine Hoffnung: dass der Widerstand vom linken Fl\u00fcgel  der Demokratischen Partei gegen den milit\u00e4rischen Interventionismus den  harten aussenpolitischen Kurs der wahrscheinlichen Pr\u00e4sidentin Hillary  Clinton zumindest teilweise abschw\u00e4cht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" src=\"http:\/\/files.newsnetz.ch\/upload\/\/9\/7\/97813.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"478\" height=\"349\" \/><em>\u00abEine  Flugverbotszone in Syrien k\u00f6nnte Leben retten und helfen, den Konflikt  zu beenden\u00bb: Hillary Clinton bei der dritten TV-Debatte gegen Donald  Trump. Foto: Keystone<\/em> (Tages-Anzeiger)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Quele: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/amerika\/das-fuehrt-an-die-schwelle-des-dritten-weltkriegs\/story\/30530545\" target=\"_blank\">www.tagesanzeiger.ch<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Aussenpolitik w\u00fcrde Hillary Clinton als US-Pr\u00e4sidentin verfolgen? Antworten liefert ein Strategiepapier eines Thinktanks. Experte G\u00fcnter Meyer hat es analysiert. 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