Binnen zwei Jahren bis ganz nach oben

Mittlerweile hat Tanzen im Leben von Monika Baghdaryan beinahe den Stellenwert von Luftholen, dabei widmet sich die 14-Jährige erst seit zwei Jahren ihrer Leidenschaft und ist damit im Grunde eine Spätstarterin. Seitdem aber, gesteht die Achtklässlerin, sei keine Woche mehr ohne ihr Hobby ins Land gegangen. Wie lange sie es ohne Jazz-Dance überhaupt aushalten könnte, möchte Monika sich daher kaum ausmalen: „Vielleicht etwa einen Tag”, scheint zu sein. Reiner Selbstzweck allerdings ist der Spaß für die Schülerin des Bert-Brecht-Gymnasiums keineswegs, hat sie doch nichts dagegen, sich mit anderen zu messen und ihr Können unter Beweis zu stellen. Und genau dies gelang ihr am 17.9. in denkbar eindrucksvoller Weise: Da standen die German Open im benachbarten Castrop-Rauxel an, und die Tänzerin des TSC Dortmund ging beim Show-Dance in der Kategorie Musical mit einer brandneuen Choreo zu einem Song aus „Dirty Dancing” ins Rennen: Mit klopfendem Herzen, wie sie zugibt, aber gleichzeitig großer Zuversicht.

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Monika Baghdasaryan

Bald sollte sich herausstellen, dass diese Selbsteinschätzung nicht von unge­fähr kam, denn am Ende des Tages hatte sich Monika Baghdaryan für ihren Lütgendortmunder Verein den Deutschen Meistertitel geschnappt!
Das Ende der Fahnenstange muss für die ehrgeizige Lütgendortmunderin mit dem Erfolg von Mitte September noch lange nicht erreicht sein, und Erfolge bei Europa- und Weltmeisterschaften erscheinen mittlerweile nicht mehr utopisch. Wie weit sie es mit ihrem Talent bringen könnte, sei ihr vor zwei Jahren keineswegs klar gewesen, berichtet Monika. „Aber ich habe mir immer wieder neue Ziele gesetzt.”

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Monika Baghdasaryan

Ihr Vorbild sowohl im Hinblick auf Engagement als auch auf sportliche Erfolge findet sie dabei im unmittelbaren Umfeld, hat sich ihre Trainerin Lisa Schreer – Dortmunds Sportlerin des Jahres 2018 – doch ihrerseits bereits zum Europa- und Weltmeistertitel getanzt. Und wie ihre Trainerin kümmert sich auch die 14-Jährige mittlerweile um die Nachwuchsförderung: Jeweils dienstags wird die eigene Begeisterung an ein Grüppchen Siebenjähriger weitergegeben. An den sechs verbleibenden Wochentagen hingegen geht’s zum eigenen Training. Denn ein kompletter Tag ohne Tanzen: Das haut für Monika Baghdaryan eben einfach nicht mehr hin!

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