Als Vertreter der Vereinigung der Armenier in Europa begrüße Ich alle Teilnehmer der Kundgebung.
Zunächst möchte ich den Hinterbliebenen dieses grausamen Terrors in Suruc meinen herzlichen Beileid aussprechen und den zahlreichen Verletzten eine baldige Genesung wünschen.

Wir, Armenier, verurteilen den Attentat im Suruc und alle Gräueltaten der ISIS-Terroristen.
Unsere Solidarität gilt allen Opfern des Terrors und Kriegs.
Vor genau 100 Jahren fand in diese Region die Vertreibung und Vernichtung unserer Großeltern, der Völkermord Armeniern, statt, was fast zur vollständigen Ausrottung der Christen in der heutigen Türkei geführt hat.

Jetzt widerholt sich die Geschichte. Wieder in brutalster Art und Weise wird Mesopotamien zum Schauplatz von Terror, Gewalt, Intoleranz und Mord.
Die fehlende Verarbeitung der Geschichte, die Leugnung des Völkermords, die Verherrlichung der Täter einerseits und die Missachtung des Völkerrechts andererseits, sowie die Bevorzugung wirtschaftlicher Interessen (Öl und Waffengeschäfte) führen dazu, das kriminelle Regierungen und Gruppierungen sich frei fühlen für ihre Vernichtungspolitik.

Ich begrüße die Tatsache, dass heute und hier Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Volks- und Konfessionsgruppen versammelt haben, gegen Intoleranz, Hass und Gewalt entschieden Widerstand zu leisten.

Lasst uns zusammen für eine bessere Welt einsetzen, wo alle Menschen, Frauen wie Männer, unabhängig von ihrer Religion, Volkszugehörigkeit und Hautfarbe gleichberechtigt sind, und für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Diskriminierung.

 

Raffi Bedikian

Assembly of Armenians of Europe-Sektion Deutschland
Oberhausen, 25.7.2015


 

weitere Informationen:  Demonstration in Düsseldorf: Trauer um die Opfer, Wut über feigen IS-Anschlag und Protest gegen türkische Regierung


 

 

 

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