«Unbequemer Armenier»                             (Sevan Nisanyan)

 

Quelle: Sait Cetinoglu

Im kommenden Jahr jährt sich der Beginn des Völkermordes an den Armenier*innen im 1. Weltkrieg zum hundertsten Mal. Als Beginn gilt die plötzliche Verhaftung armenischer Intellektueller in Istanbul am 24. April 1915. Der Völkermord wird von der türkischen Regierung noch immer vehement bestritten und die Vorwürfe werden häufig umgedreht. Trotzdem kann man mittlerweile über die Völkermordfrage in der Türkei reden, doch anscheinend nicht zu laut. Dies musste der armenische Historiker und Journalist Sevan Nisanyan (sprich: nischanjan) erfahren. Ein einfacher Verstoß gegen Bauvorschriften, etwas was sonst in der Türkei ungeahndet bleibt, brachte ihm mehr als 5 Jahre Gefängnis ein und andere Verfahren häufen sich, wie Beleidigung des Propheten, Beleidigung des Ministerpräsidenten. Überall in der Türkei klagen nun Muslime auf Schadensersatz gegen Nisanyan, weil sie sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt glauben. Sait Cetinoglu, der sich als Publizist ebenfalls mit der Armenierfrage beschäftigt hat, erläutert den Fall Nisanyan im Gespräch mit Radio Dreyeckland.

 

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